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16. Jul 2018 | Pflege und Politik

Ziel ist "Tarifgebundenheit in allen Einrichtungen"

Um den Pflegeberuf attraktiver zu machen, muss es aus Sicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für die Beschäftigten künftig Tarifverträge geben. Ziel sei "Tarifgebundenheit in allen Einrichtungen", sagte der CDU-Politiker am Montag im "Morgenmagazin" des ZDF.

Spahns Ziel: Tarifgebundenheit in allen Heimen, außerdem weniger Leiharbeit. Foto: Maximilian König

"80 Prozent der Altenpflege-Einrichtungen sind nicht tarifgebunden. Und das wollen wir ändern, indem wir regelhaft zu einer Tarifbezahlung kommen." Das sei rechtlich schwierig, räumte Spahn ein. "Anerkennung drückt sich ja nicht nur in Worten aus", so der Bundesgesundheitsminister weiter.

Gefragt, was ein Pfleger nach der Ausbildung seiner Ansicht nach verdienen sollte, antwortete der Minister, 2500 bis 3000 Euro sollten möglich sein. "Das ist zu oft nicht der Fall, wenn wir in Deutschland schauen." Er hätte außerdem gern weniger Leiharbeit in der Pflege und mehr feste Stellen in den Pflegeeinrichtungen.

Jüngst hatte Spahn zusammen mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) die "Konzertierte Aktion Pflege" vorgestellt.

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1 Kommentare

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17. Jul 2018

Sehr geehrter Herr Spahn, wir sind ein privat geführtes Pflegeheim und wir zahlen bereits Löhne im Bereich von 2500 bis 3000 Euro. Den Beruf der Pflege könnte die Politik attraktiver machen, indem endlich damit aufgehört wir, alles nur schlecht zu Reden. Die Pflege steht nicht so schlecht da, wie es von der Politik und den Medien sehr oft dargestellt wird. Sie möchten mehr feste Stellen in der Pflege? Dann ändern Sie das System der Finanzierung!

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