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14. Aug 2018 | News

Wissenschaftler wehren sich gegen Methoden-Vorwürfe

Der Studie "Unternehmerisches Wagnis in der stationären Pflege", die im Auftrag des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) erstellt wurde, wird in einem Gutachten der AOK erhebliche methodische Defizite vorgeworfen. Dabei sollte die Studie den Akteuren bei den Pflegesatzverhandlungen eine solide Basis bieten.

Im AOK-Gutachten werden der Studie zum Unternehmerischen Wagnis in der stationären Pflege erhebliche methodische Mängel attestiert. Foto: Adobe Stock/ Kenishirotie

Das Gutachten vom 18. Juni 2018 hatte der AOK Bundesverband in Auftrag gegeben. Erstellt wurde es von Prof. Peter Michell-Auli von der Apollon Hochschule und Prof. Agatha Kalhoff. Dieses Gutachten attestiert der Studie erhebliche methodische Mängel. Die Wissenschaftler des IEGUS Institutes, die die Studie zum Unternehmerischen Wagnis erstellt haben, wehren sich jetzt in einem sechsseitigen Papier gegen die Kritik und monieren unter anderem, Prof. Michell-Auli und Prof. Kalhoff hätten den vertiefenden Methodenteil, also den Teil, in dem detailliert beschrieben wird, wie die Forscher zu den Ergebnissen gekommen sind, für ihr Gutachten nicht miteinbezogen. Der AOK Bundesverband sei allerdings darüber informiert worden, dass es eine umfassendere Beschreibung der methodischen Ansätze gibt, die aus Platzgründen nicht in Buchform mitveröffentlicht wurden. Es sei aber angeboten worden, den nicht veröffentlichen Teil zur Verfügung zu stellen. Dass der vertiefende Methodenteil nicht veröffentlich wurde, ist für Prof. Michell-Auli allerdings unverständlich, wie er gegenüber der Redaktion sagte.

Nun bleibt abzuwarten, wie die Gutachter den vertiefenden Methodenteil bewerten. Sollten sie der bpa-Studie weiterhin methodische Mängel attestieren, könnte diese in den Pflegesatzverhandlungen oder vor der Schiedsstelle an Schlagkraft verlieren. Mehr dazu lesen Sie bald in CAREkonkret und Altenheim.

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