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07. Jan 2019 | Pflege und Politik

Westerfellhaus kritisiert Protest Zehntausender Pflegekräfte

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat den Protest Zehntausender Pflegekräfte in Niedersachsen gegen die Einrichtung einer Pflegekammer kritisiert.

Andreas Westerfellhaus warnte, es gebe auch in Niedersachsen große grundsätzliche Vorbehalte von bestimmten Lobbygruppen gegen die Pflegekammer. Foto: Christian Ditsch/epd-Bild

"Unterschriften gegen etwas zu sammeln ist das eine, aber sicher keine Form einer konstruktiven Organisation, die Verantwortung für den Berufstand und für die Weiterentwicklung der Pflege übernimmt", sagte Westerfellhaus der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag).

Der Pflegebevollmächtigte zeigte zwar Verständnis für die Wut der Pflegekräfte über einen missverständlichen Beitragsbescheid kurz vor Weihnachten, stellte aber auch fest: "Richtig ist: Der Unmut richtet sich gegen einen unmöglichen Bescheid, nicht gegen die Kammer." Westerfellhaus warnte, es gebe auch in Niedersachsen große grundsätzliche Vorbehalte von bestimmten Lobbygruppen gegen die Pflegekammer. Sie hätten Angst davor, dass die Pflege zum ersten Mal eine starke Stimme erhalte. "Die Pflegefachkräfte in Niedersachsen sollten sich gut überlegen, ob sie sich vor diesen Karren spannen lassen wollen."
Ein Krankenpfleger hatte vor Weihnachten eine Online-Petition zur Auflösung der Pflegekammer in Niedersachsen gestartet. Inzwischen haben mehr als 38.000 Menschen unterschrieben.
Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann (SPD) hat für den nächsten Mittwoch ein Gespräch mit der Pflegekammer angekündigt. Dabei will sie den Angaben zufolge auf eine Überarbeitung der Beitragsordnung drängen. Die Erhebung von Mitgliedsbeiträgen soll die Unabhängigkeit der Kammer gewährleisten.

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