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20. Aug 2018 | Pflege und Politik

Verbände begrüßen Eckpunkte zum geplanten Einwanderungsgesetz

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe begrüßt die Eckpunkte zum geplanten Einwanderungsgesetz. "Es ist ein Schritt in die richtige Richtung", erklärte Präsidentin Christel Bienstein am Samstag im Deutschlandfunk. Der Verband würde es sehr begrüßen, wenn beruflich Qualifizierte kämen.

Künftig könnte etwa die Zuwanderung von Pflegekräften aus dem Ausland erleichtert werden. Foto: CHW/AdobeStock

Das betonte Bienstein mit Blick auf den Arbeitskräftemangel im Pflegebereich. "Wir haben gute Erfahrungen mit Personen, die bereits hier im Land auch sind oder die eben im Ausland eine umfängliche berufliche Qualifikation erworben haben", sagte die Verbandschefin.

Die Bundesregierung hat sich Medienberichten zufolge auf Eckpunkte für ein Einwanderungsgesetz verständigt. Im Zentrum der Vereinbarung stehen Einwanderer mit Berufsausbildung. Profitieren sollen am Ende vom Fachkräftemangel besonders gebeutelte Branchen wie etwa die Altenpflege.

Zentraler Punkt der Vereinbarung: Die Regierung besteht künftig nicht mehr auf der Bevorzugung einheimischer Bewerber bei der Besetzung einer offenen Stelle. "Wir verzichten im Grundsatz auf die Vorrangprüfung", heißt es wörtlich in dem Papier. Das hieße, dass künftig etwa die Zuwanderung von Pflegekräften aus dem Ausland erleichtert würde. Außerdem soll es Fachkräften mit einer qualifizierten Ausbildung fortan erlaubt werden, für sechs Monate nach Deutschland zu kommen, um sich eine Arbeitsstelle zu suchen. Allerdings unter der Bedingung, dass sie gut Deutsch sprechen und ihren Lebensunterhalt selbstständig bestreiten können.

Der sogenannte Spurwechsel, eine Öffnung des Verfahrens für geduldete, gut integrierte Asylbewerber ist in Seehofers Eckpunktepapier indes kein Thema. Allerdings bietet eine Formulierung Interpretationsspielraum. Zur Fachkräftesicherung müssten alle ihren Beitrag leisten, heißt es in dem Papier: "Dazu gehört auch, die Potenziale der Personen mit Fluchthintergrund, die eine Beschäftigung ausüben, für unseren Arbeitsmarkt zu nutzen."

In einer ersten Reaktion begrüßte der Arbeitgeberverband Pflege das Eckpunktepapier für ein Einwanderungsgesetz, forderte aber, es müsse in der praktischen Anwendung klare und unkomplizierte Regelungen geben. "Wir brauchen zwingend eine zentrale Anerkennungsstelle für Pflegeberufe, die das Einwanderungsgesetz sinnvoll ergänzt", sagt AGVP-Sprecher Friedhelm Fiedler, "ganz entscheidend wird zudem sein, in welcher Art und Weise Visa erteilt werden."

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1 Kommentare

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23. Aug 2018

Einwanderungsgesetz u.a." Allheilmittel" für die seit " vielen Jahren"bekannten Probleme in der Pflege ? ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- es ist schon erstaunlich mit welcher Ignoranz der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe, sowie der Arbeitgeberverband Pflege vehement versucht z.B. " unkomplizierte " Regelungen für Einwanderer zu fordern!. In der Pflege hochqualifizierte deutsche Pflegekräfte, seit Jahren unterbezahlt, sollen auch noch verdrängt werden. " Lohndumping" Wenn Prof. Lauterbach ( SPD) wohl bisher als einziger Gesundheitspolitiker klar erkannt hat, der gesamte Bereich Pflege ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe der " deutschen Wohlfühlgesellschaft " und NICHT elitäre Aufgabe von Einwanderern. Kurz hatte Frau Kramp-Karrenbauer ja den " Versuchsballon " gestartet und eine allgemeine Dienstpflicht für generell alle jungen Mitbürger , nicht nur Wehrpflicht, vorgeschlagen. Ein Aufschrei ewig gestriger Geister war die Folge. In anderen Ländern ist dies eine Selbstverständlichkeit. Wer z.B. auf Kosten der Gesellschaft eine gute Bildung erfährt, und vielfach ein erfolgloses Studium ebenfalls auf Kosten der Allgemeinheit abbricht kann /muss vor Beginn des Studiums zunächst aufzeigen was sie / er bereit ist für die Allgemeinheit zu tun . Es darf keine Ausnahmen geben. Jede/r junge Mitbürger/in hat Fähigkeiten, auch mit Plattfüßen, sich in der Pflege z.B. mit einzubringen. Zum Schieben eines Rollstuhles ist weder Abitur noch eine akademische Ausbildung notwendig. Also nehmt die junge Generation, ohne Ausnahme, in die Pflicht , die Großelterngeneration zu pflegen und zu betreuen. Dabei können sehr positive Erfahrungen für das künftige Leben gesammelt werden.. ( Sozialkompetenz ) Hans Christoph staatl.geprüfter Pharmareferent ( Akademie) ehrenamtlicher Rettungssanitäter P.S. früher ehrenamtlicher ASB Kreisvorsitzender und weiterer Ehrenämter

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