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10. Jun 2020 | Nachrichten

Studie: Hoher Grad an Infizierten in der Pflege

Jeder vierte Pflegedienst und jedes sechste Pflegeheim klagen noch immer über zu wenig Schutzausrüstung. Zudem leidet die Altenpflege unter erheblichem corona-bedingten Personalausfall. Das sind, wie jetzt das NDR-Fernsehmagazin "buten un binnen" meldete, erste Ergebnisse der Studie "Pflege in Zeiten von Corona" der Universität Bremen.

Einer Studie der Uni Bremen zufolge klagen noch immer jeder vierte Pflegedienst und jedes sechste Pflegeheim über zu wenig Schutzausrüstung.

Foto: AdobeStock/velimir

Im Vergleich zur Normalbevölkerung sei der Anteil der mit dem Coronavirus Infizierten unter Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in Pflegeheimen sechs Mal größer, meldete das Magazin mit Verweis auf die Untersuchung. Bei ambulanten Pflegediensten gebe es doppelt so viele Fälle. Die Autoren der Studie – Prof. Heinz Rothgang (Socium Forschungszentrum) und Prof. Karin Wolf-Ostermann (Institut für Public Health und Pflegeforschung/IPP) – seien zu dem Schluss gekommen, dass gerade in Pflegeeinrichtungen eine hohes Infektionsrisiko bestehe. Deshalb forderten sie für diese Einrichtungen auch mehr Tests und schnellere Testergebnisse.

Den Forschern zufolge seien Pflegeheime der wichtigste Ort in Bezug auf Corona-Infektionen mit Todesfolge. Bei mehr als 60 Prozent der bundesweiten Todesfälle handelte es sich demnach um Bewohnerinnen und Bewohner aus Pflegeheimen beziehungsweise um Kunden von Pflegediensten. Dabei hätten knapp 80 Prozent der Heime gar keine Infektionen gehabt. "Die direkte Betroffenheit konzentriert sich also auf wenige Einrichtungen, die dann aber in der Regel stark betroffen sind", zitiert "buten un binnen" die Studie.

Die Bremer Wissenschaftler haben eigenen Angaben zufolge vom 28. April bis zum 12. Mai 2020 Daten von 701 Pflegediensten, 96 teilstationären und 824 stationären Einrichtungen in ganz Deutschland eingeholt. "Aufgrund der Vielzahl potentiell Betroffener" sollte fortan ein besonderes Augenmerk auf den Bereichen der ambulanten und stationären Langzeitpflege liegen – "auch mit Blick auf eine mögliche zweite Pandemie-Welle", heißt es in der Studie.

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