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26. Jun 2020 | Nachrichten

Soziale Infrastruktur neu bewerten

In seiner  - virtuellen - Sitzung hat der Vorstand des Verbandes diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD) am 24. Juni 2020 ein Thesenpapier beschlossen, dass angesichts der Folgen der  Corona-Krise eine Neubewertung der sozialen Infrastruktur fordert.

Die diakonischen Dienstgeber wollen - als eine Folge der Corona-Krise - die soziale Infrastruktur in Deutschland neu bewerten lassen. Foto: didesign/AdobeStock

Angesichts der sich abzeichnenden Wirtschaftskrise und der deswegen rückläufigen Steuer- und Sozialversicherungseinnahmen, erwartet Christian Dopheide, Vorstandsvorsitzender des VdDD, einen höheren Konsolidierungsdruck in den öffentlichen Haushalten. Dies dürfe sich jedoch nicht negativ auf die Versorgungsstandards sozialer Dienste auswirken.Christian Dopheide erklärt dazu: "Wir warnen deshalb eindringlich davor, nach der Krise und zur Bewältigung der Krisenkosten diese Systeme nach Vorbildern, die sich nicht bewährt haben, übereffizient auszugestalten." Stille Reserven und Redundanzen im Gesundheitssystem, die während der akuten Phase der Pandemie die flächendeckende, qualitativ hochwertige Versorgung in Deutschland erst sichergestellt haben, dürfen nicht Sparmaßnahmen zum Opfer fallen, heißt es in einer Pressemitteilung de VdDD.

Der VdDD forderte schon frühzeitig eine Ausweitung der sog. Corona-Prämien für alle Mitarbeitenden in den sozialen Diensten (z.B. in der Kinder- und Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe). Außerdem ersetze eine Prämienzahlung in der Pflege nicht die notwendigen Reformen bei der Pflegeinfrastruktur und in der Pflegeversicherung angesichts der alternden Gesellschaft.

Der VdDD appeliert, alle Hilfefelder im Blick zu behalten und wirtschaftliche Verlustrisiken auszugleichen. In der ersten akuten Phase der Covid-19-Pandemie konzentrierte sich die politische Aufmerksamkeit auf die Bereiche Krankenhilfe und Pflege. Andere Hilfefelder wie die Eingliederungshilfe, die Kinder- und Jugendhilfe, Beratungsstellen, der Bildungs- und Arbeitsbereich, Reha-Kliniken und Tagungshäuser sind nicht hinreichend berücksichtigt worden.

Weitere Forderungen des Thesenpapiers betreffen föderale und zentrale Entscheidungsstrukturen, Selbstbestimmungsrechte von Klientinnen und Klienten sowie die Rolle diakonischer Unternehmen. Das Vorstandspapier ist abrufbar auf der Verbands-Website unter www.v3d.de

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