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30. Jan 2020 | Nachrichten

Rund 5800 ausländische Pflegekräfte angeworben

In den vergangenen Jahren sind 5797 Pflegekräfte über ein spezielles Programm aus Bosnien und Herzegowina, Serbien, den Philippinen und Tunesien nach Deutschland gekommen.

Von den 5797 ausländischen Pflegekräften wurden 3577 Menschen direkt an Arbeitgeber vermittelt, 2220 sind ohne Vermittlung eingereist und haben eine Arbeit als Pflegekraft aufgenommen. Foto: Adobe Stock/ Daniel Ernst

Davon wurden seit 2013 3577 Menschen direkt an Arbeitgeber vermittelt, 2220 sind ohne Vermittlung eingereist und haben eine Arbeit als Pflegekraft aufgenommen. Zudem besuchen derzeit in Vietnam 107 Personen einen Deutschsprachkurs, sie sollen ab Mitte 2020 nach Deutschland kommen. Mehr als die Hälfte der eingereisten Pflegekräfte kommen aus den Philippinen.

Das geht aus der Antwort des Bundessozialministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion vor, die am 29. Januar vom Bundestag veröffentlicht wurde. Es handelt sich um das Projekt "Triple Win" der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Bundesagentur für Arbeit (BA). Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte im Kosovo und in Mexiko, woher nun auch Pflegekräfte verstärkt angeworben werden, persönlich um Arbeitskräfte geworben.

Die BA schätzt die Gesamtkosten für Arbeitgeber, die an "Triple Win" teilnehmen, laut der Regierungsantwort auf 8000 bis 10 000 Euro - darunter Zahlungen an die GIZ für deren Leistungen sowie weitere Kosten unter anderem für die Reise nach Deutschland und Spracherwerb.
Die Linke-Pflegeexpertin Pia Zimmermann, die die Anfrage gestellt hatte, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Zahlen belegten, dass die Anwerbung aus anderen Ländern die Probleme in Deutschland nicht lösen könnten. "Der begnadete Selbstdarsteller Spahn sollte endlich aufhören, diesen Sachverhalt zum Anlass für PR-trächtige Flugreisen in deutlich ärmere Länder zu machen, sondern sich um anständige Bezahlung, gute Personalausstattung und die dafür erforderlichen Ausbildungszahlen kümmern."

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1 Kommentare

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31. Jan 2020

Auslandrekrutierung von Pflegepersonal Jeder redet über Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland, über die Schwierigkeiten, das Anerkennungsverfahren, die Integration, die Kosten redet meistens niemand. Warum nicht Ausbilden und hier aus dem Ausland Rekrutieren!? Wie bereits vor Jahren im Handwerk und in der der Industrie vernachlässigen wir auch in der Pflege die Ausbildung. Dabei erreichen wir hier wesentlich mehr, wesentlich einfacher unser Ziel. Gut, es dauert etwas länger, aber auf eine längere Sicht macht das mehr Sinn. Wir haben keine Probleme mit der Anerkennung, die Integration wird einfacher, die Bindung an den Arbeitsplatz wird besser, die Bleiberate steht nachweislich auf einen hohen Level und die Kosten sind lange nicht so hoch.

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