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28. Sep 2018 | Management

Pflegepersonal aus dem Ausland: Was sich ändern muss und wie die Integration gelingen kann

Personal aus dem Ausland zu finden und das Anerkennungsverfahren zu überstehen, braucht viel Geduld und es ist ein Kraftakt. Warum Sie die Integration der neuen Mitarbeiter gleich von Anfang an mitdenken sollten und was sich im Verfahren dringend ändern muss, lesen Sie in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift Altenheim.

Sie sitzen in den Heimatländern auf gepackten Koffern und warten. Viele Pflegekräfte aus Drittstaaten, die in Deutschland arbeiten möchten, geben dann irgendwann auf. Die Behörden sind oft knapp besetzt, über Monate nicht erreichbar, wenn ein Sachbearbeiter krank wird oder Urlaub hat. Denn wer in Deutschland auf Dauer in der Pflege arbeiten möchte, braucht eine staatliche Zulassung. Den Antrag für die berufliche Anerkennung muss man bei der dafür zuständigen Behörde des Bundeslandes stellen, in dem die Beschäftigung erfolgen soll. Die von dort erteilte deutsche Anerkennung gilt dann aber deutschlandweit. Soweit, so gut. Das Problem ist: Jedes Bundesland hat andere Verfahren bei der Anerkennung ausländischer Pflegekräfte. Und wie man aus der Branche hört, grenzt es manchmal an Willkür, wer was einzureichen hat, um seine Berufsabschlüsse und Arbeitserfahrung anerkennen zu lassen. Große Pflegeheimträger können den Aufwand besser schultern, der am Anfang steht – doch für kleine Einrichtungen ist es schwer, sich ohne Erfahrung und großen Apparat im Hintergrund durch den Bürokratie-Dschungel zu kämpfen. Denn bei der Anerkennung, Visa-Erteilung, bei all den zuständigen Behörden, Botschaften und Konsulaten fehlt es an Personal. Das Verfahren hier zu vereinfachen, wäre für alle Beteiligten eine gute Sache.

Wie das gehen könnte und warum es manchmal ganz pragmatische Unterstützung braucht, um Mitarbeiter mit Migrationshintergrund ins Team zu integrieren, lesen Sie in der Oktober-Ausgabe von Altenheim.
Denn wer neu nach Deutschland kommt und sich mit den bürokratischen Anforderungen nicht auskennt, kann schnell überfordert werden oder den Überblick verlieren. In den Einrichtungen von Haus Edelberg gibt es jeweils einen Integrationsbeauftragten, der sich darum kümmert. Alexander Grunewald, Geschäftsführer der Haus Edelberg Einrichtungen, berichtet, wie sie es organisieren und welche Erfahrungen sie damit gemacht haben.

Wie gewinnt man Personal mit Migrationshintergrund oder Personal aus dem Ausland auf Dauer fürs Unternehmen? Mehr dazu auf den Altenheim Managertagen am 29. 1. 2019 in Dortmund und 20. 2. 2019 in Berlin. Infos zum Programm & Anmeldung

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Wer pflegt Deutschland?

Heimträger suchen händeringend auch nach internationalen Pflegefachkräften. In deutschen Privathaushalten arbeiten - häufig illegal - Haushaltshilfen aus Osteuropa und betreuen pflegebedürftige Menschen. Das vorliegende Buch behandelt dieses brisante Thema, analysiert die Rechtslage, lotet die Grauzonen aus und stellt gelungene Projekte vor. Die einzelnen Beiträe entstammen der Expertenrunde des Symposiums "Transnationale Pflegekräfte".

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