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15. Jun 2018 | News

Pflege-Avatar soll Pflegekräften und -bedürftigen Hilfe anbieten

Eine Frau mit schwarzen Haaren ist auf dem Computerbildschirm zu sehen. Sie antwortet auf Fragen, die in ein Mikrofon gesprochen werden. Wie kann ich Pflegegeld beantragen? Sie gibt auch Tipps zur Ernährung, zum Beispiel für Diabetiker. Und sie weiß, wie man einem Pflegebedürftigen beim Einschlafen helfen kann.

Das Bild zeigt den zweiten Prototypen von Kristina. Foto: Screenshoot kristina-project.eu

Die Frau heißt Kristina - und existiert nur virtuell. Durch eine Kamera soll sie sogar die Gesten des Gesprächspartners wahrnehmen können und so für den Einsatz im sozialen Bereich fit sein. Doch nicht alle Betroffenen reagieren positiv auf Technik am Pflegebett.

Entwickelt wurde das intelligente System von einer internationalen Forschergruppe unter Beteiligung von Tübinger Altersmedizinern. Der sogenannte Pflege-Avatar soll Pflegekräften und -bedürftigen Hilfe anbieten - insbesondere wenn einer von ihnen oder beide einen Migrationshintergrund haben.

Kristina soll übersetzen, wenn sich Pflegekraft und Pflegebedürftiger nicht verständigen können. Außerdem könnte sie Antworten zu Pflege und Gesundheit auf Lager haben, um Angehörigen zu helfen, die mit dem Gesundheitssystem eines Landes nicht vertraut sind. Und Kristina soll Pflegebedürftige unterhalten, indem sie beispielsweise die Zeitung vorliest.

"Der Avatar hat die Aufgabe, kultur- und sprachsensitiv Unterstützung bei der Pflege zu leisten", sagt der Oberarzt der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Tübingen mit Schwerpunkt Altersmedizin, Gerhard Eschweiler. Auch wenn die virtuelle Ratgeberin noch weit weg von der Marktreife ist, sagt er: "Wir haben eine erste Stufe erklommen." Das Projekt wurde von der EU im Bereich künstliche Intelligenz ausgeschrieben und von Informatikern und Neurolinguisten geleitet.

Pflege-Avatar Kristina wurde mit älteren Menschen und Pflegeprofis getestet. Ein türkischer älterer Herr habe danach die Verwendung in seinem Alltag ausgeschlossen, erzählt in Tübingen die wissenschaftliche Mitarbeiterin Marlen Brachtheuser - weil er von seinen Kindern erwarte, dass sie sich um ihn kümmern. Aber: "Manche Ältere sind aber durchaus technikaffin und wollen experimentieren."

Ein direktes Anschlussprojekt an die Prototypen-Entwicklung von Kristina gibt es Eschweiler zufolge nicht. Aber die internationalen Forscher haben ihre Ergebnisse zur Verfügung gestellt, so dass andere Kollegen damit weiterarbeiten können.

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