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02. Mai 2018 | News

Personalmix in Pflegeheimen noch nicht etabliert

Kürzlich hat in Stuttgart das Abschlusstreffen des Projektes "Multiprofessioneller Personalmix in der Langzeitpflege" (PERLE) stattgefunden. Die Studienergebnisse zeigen, dass sich der Personalmix in Heimen bisher noch nicht etabliert hat.

Podiumsdiskussion im Rahmen der PERLE-Abschlusstagung in Stuttgart. Foto: Friederike Schildt

PERLE wurde vom Sozialministerium Baden-Württemberg gefördert und von der Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar (PTHV) sowie der Katholischen Hochschule Freiburg durchgeführt.

"Hintergrund des Projekts ist die prekäre Personalsituation in vielen Pflegeheimen, vor allem die Suche nach qualifiziertem Pflegepersonal. Es stellt sich unter anderem die Frage, welche Formen eines multiprofessionellen Personalmix bereits in der Praxis etabliert sind, wie diese Erfahrungen einzuschätzen sind und wie der Personalmix in der Praxis funktioniert", erklärt Prof. Brandenburg von der PTHV das Projektziel. Im Rahmen des PERLE-Projektes wurde eine umfangreiche Literaturrecherche durchgeführt, ebenso eine standardisierte Befragung sowie qualitative Interviews und Kontexturanalysen vorgenommen. Involviert waren acht sogenannte "Best practice-Einrichtungen", in denen ein multiprofessioneller Personalmix erprobt wurde.

"Es wurde festgestellt, dass ein fundiertes Konzept für einen Personalmix in der Praxis noch nicht vorhanden ist, in diesem Bereich in hohem Maße experimentiert wird und die Möglichkeiten, welche die Heimpersonalverordnung vorgibt, nicht ausreichend genutzt werden", zieht Prof. Brandenburg das Resümee.

Vor allem im qualitativen Teil der Studie wäre sehr deutlich herausgearbeitet worden, dass viele Einrichtungen einem "Machbarkeitsparadigma" folgen, affirmativ die bestehende Praxis weiter fortsetzen und sich mit innovativen Wegen (noch) schwer tun, heißt es laut Pressemitteilung. Hier müssten entsprechende konzeptionelle, rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen geschaffen werden, eine generelle Absenkung der Fachkraftquote sei allerdings keine gangbare Alternative. Empfohlen wurde, dass eine Expertenkommission innerhalb von 24 Monaten ein praktikables Instrument vorschlägt, welches den Einrichtungen sehr viel Freiraum zur individuellen Gestaltung des Personalmix vor Ort ermöglichen soll.

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