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06. Apr 2018 | Pflege und Politik

Menschen werden der Geschäftemacherei einer Branche ausgeliefert

Adelheid von Stösser von der Pflegeethik Initiative hat anlässlich des Osterfestes deutliche Worte für die Zustände gefunden, die ihrer Meinung nach in stationären Einrichtungen in Deutschland herrschen.

Adelheid von Stösser, Vorsitzende der "Pflegeethik Initiative", kritisiert die stationäre Pflege. Foto: privat

So schreibt sie: "Der Staat nimmt in Kauf, dass hilfebedürftige Bürger am Ende ihres Lebens der Geschäftemacherei einer Branche ausgeliefert sind, die den Wert des Menschenlebens in Euro berechnet und keine Skrupel kennt, aus der Not anderer Kapital zu schlagen, Menschen am Sterben zu hindern oder in den Todesstunden alleine zu lassen. Öffentliche Kreuzigungen, Hexenverbrennungen und Folterungen wurden abgeschafft. Stattdessen bedient man sich heute Methoden, die an Grausamkeit kaum geringer sein dürften."

Pharmafirmen machten Rekordumsätze mit Medikamenten, die Altersverwirrtheit verstärken und die multimorbiden Zustandsbilder erzeugen, wie man sie in gesammelter Form in den Heimen vorfindet, so Stösser.

In Deutschland würden aktuell jeden Tag "zigtausende pflegebedürftige alte Menschen aus ihrem bisherigen Leben herausgerissen" und in Heimen untergebracht. "Wer sich dagegen wehrt", so die Vereinsvorsitzende, "wird in die Gerontopsychiatrie verbracht, wo er unter fachärztlicher Aufsicht medikamentös eingestellt werden darf, damit er anschließend sitzen bleibt, wo er hingesetzt wird."

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Wie ist die aktuelle Coronavirus-Testverordnung in den Pflegeeinrichtungen umzusetzen? Wer ist von wem zu testen? Stehen Tests zur Wahl oder sind sie Pflicht? Wie ist ein Testkonzept zu entwickeln? Professor Ronald Richter, der Jurist mit dem speziellen Blick auf die Altenhilfe, unterstützt hier das Management in Pflegeeinrichtungen. Er erläutert die rechtlichen Zusammenhänge für eine hauseigene Teststrategie und zeigt, wie konkrete Lösungen in die Praxis umzusetzen sind. So vermittelt er mit diesem Ratgeber Sicherheit und stellt beispielhaft ambulante, teil- und vollstationäre Testkonzepte vor. Mit Checklisten und Musterschreiben.

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2 Kommentare

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Unbekannter Nutzer

13. Apr 2018

Das Geschäftsmodell der Frau von Stösser ist nun einmal wie bei Herrn Fussek die Kritik der stationären Pflege. Alternativen allerdings haben beide nicht anzubieten und selbst und persönlich beteiligen sie sich auch nicht an der Pflege. Dies wird eben dann den Heimen überlassen.

Unbekannter Nutzer

06. Apr 2018

Ich lade Frau von Stösser ein, sich ein anderes Bild zu machen: St. Gereon Seniorendienste - Haus Berg - , Klosterberg 5, 41836 Hückelhoven, Tel. 02462 981603. Wir sind als kirchliche Einrichtung ausschließlich dem Gemeinwohl verpflichtet und das macht den Unterschied. Allerdings ist festzustellen, dass sich die "freie Wohlfahrtspflege" zunehmend aus der stationären Pflege zurückzieht und der "Pflegemarkt" den Privaten überlassen wird. Vor vielen Jahren wurde durch die Politik ein "Pflegemarkt" eröffnet. Die Intention war, Pflege billiger zu machen, da Privatbetreiber keine Tarifverträge haben und Mitarbeiter viel schlechter bezahlt wurden (teils sogar unter dem Mindestlohn), als z.B. die Mitarbeiter im AVR-Bereich. Privatbetreiber sorgen dafür, dass die Pflegesätze "unten" bleiben. Es wurden insbesondere ausländische Investoren und Konzerne angelockt, die primär finanzielle Interessen verfolgen und nicht dem "deutschen Gemeinwohl" verpflichtet sind. Investoren und Aktionären werden Gewinne versprochen, die in einem chronisch unterfinanzierten "Pflegemarkt" realisiert werden müssen. Wie das geht, siehe oben. Es wäre endlich an der Zeit, örtlich gebundenen Träger der "freien Wohlfahrtspflege" wieder den Vorrang vor Privatinvestoren zu geben. Nur so ist zu verhindern, dass pflegebedürftige Menschen zu Spekulationsobjekten werden. Bernd Bogert

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