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15. Mai 2020 | Blog

Kein Geld vom Bund für Pflegekräfte-Prämie

Elisabeth Scharfenberg

Die Regierung will die Kosten der Prämie für Pflegekräfte teilen, so dass ein Drittel durch die Arbeitgeber und Länder und zwei Drittel durch die Pflegekassen gezahlt würden. What???
Elisabeth Scharfenberg

Elisabeth Scharfenberg, Politikerin

Seit Wochen befindet sich die Welt im Ausnahmezustand. Und mit ihr die Pflege. Diejenigen, die eh schon am Limit arbeiten, gehen noch weiter über ihre eigenen Grenzen, um die pflegerische Versorgung zu gewährleisten. Um Menschen in Pflegeheimen, zu Hause oder auch in den Kliniken würdig zu versorgen. Unsere Gesellschaft nimmt erst jetzt wahr, wie wichtig Pflege und pflegerische Versorgung sind. Die Pflege ist systemrelevant. Wie beschämend ist es eigentlich, dass es für diese Erkenntnis eine Corona-Pandemie gebraucht hat. Der Applaus der Gesellschaft für die Pflege kam erst, als uns das Wasser bis zum Hals stand, wir Ausgangsbeschränkungen, geschlossene Schulen und Kitas und Homeoffices zu Hauf hatten.

Am 12. Mai war der alljährliche Internationale Tag der Pflege. Ein Tag, an dem gelobt und gewürdigt wird. Schön – aber die Pflegekräfte haben 365 Tage der Pflege. Und gefühlt haben die Tage in der Pflege wahrscheinlich sogar mehr als 24 Stunden. Das haben unsere Regierenden wohl auch wahrgenommen, getrieben von der Corona-Krise. Seit Wochen steht eine Prämie für Pflegekräfte im Raum. Gut und lange überfällig.

Unwürdig ist allerdings das Geschachere darum, wer die Zeche zahlen soll. Es geht um 1.500 Euro, gestaffelt je nach Anspruch. Die Regierung will nun aber die Kosten teilen, so dass ein Drittel durch die Arbeitgeber und Länder und zwei Drittel durch die Pflegekassen gezahlt würden. What??? Kein Geld vom Bund? Da macht man sich ja einen schönen schlanken Fuß! Da lässt sich leicht Geld verteilen, wenn es nicht aus der eigenen Kasse kommt. Der Hammer ist für mich aber, dass die Arbeitgeber an der Prämienzahlung beteiligt werden sollen. Das geht gar nicht! Die Arbeitgeber stehen doch derzeit wirklich mit dem Rücken an der Wand und haben aufgrund der Pandemie enorme zusätzliche Ausgaben, die sie stemmen müssen. Die Pflege hat eine Prämie mehr als verdient. Und das jetzt. Es wird Zeit, dass die Bundesregierung hier endlich mal Farbe bekennt und lobenden Worten Taten folgen lässt, in dem sie selbst den Geldbeutel öffnet und sich zumindest an der Prämie beteiligt.

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