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19. Nov 2018 | Pflege und Politik

Hessen: Mehrheit stimmt gegen eine Pflegekammer

Eine knappe Mehrheit der hessischen Pflegefachkräfte hat sich gegen einen Pflegekammer ausgesprochen. Das hat das Sozialministerium am Freitag vergangener Woche mitgeteilt.

Für oder gegen eine Pflegekammer? In Hessen entschied sich ein knappe Mehrheit dagegen. Foto_ epd-Bild/Friedrich Stark

Die Befragung dazu hatte das Ministerium unter 65 000 Angehörigen der Alten- und Krankenpflege initiiert; sie fand von Juni bis Ende August dieses Jahres statt. Die Auswertung legte das Statistische Landesamt nun vor. Demnach sprachen sich 51,1 Prozent der Befragten gegen und 42,9 Prozent der Befragten für eine Pflegekammer aus, 6 Prozent der Befragten hatte dazu keine Meinung.

Die Zustimmung der in der Altenpflege Tätigen sei deutlich geringer, als die der in der Krankenpflege Tätigen gewesen. "Der Landesregierung war es wichtig, den Betroffenen selbst die Gelegenheit zu geben, ihre Meinung zu äußern", so Sozialminister Stefan Grüttner. Man werde die Ergebnisse nun im Kabinett beraten.

Derzeit läuft auch in Nordrhein-Westfalen eine Befragung unter Pflegekräften zur Pflegekammer.

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6 Kommentare

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Unbekannter Nutzer

26. Nov 2018

Die Entscheidung der Hessen finde ich absolut nachvollziehbar. Ich hatte mit der Pflegekammer höchstens die Hoffnung verbunden, politisch besser Gehör zu finden. Nachdem aber nun die 3 bestehenden Pflegekammern gemeinsam einen(!) Vertreter zur Konzertierten Aktion schicken dürfen - wo bleibt der Anreiz für andere? HIer zahlen dann die Pflegekräfte dreier Bundesländer für die dezente Möglichkeit, politischen Einfluss zu nehmen, der dann wiederum für alle gilt. Interessant ist auch, wie die Gremien der Pflegekammer in Niedersachsen gestaltet sind - wenn man mal durchzählt, befassen sich deutlich mehr mit internen Vorgaben wie Berufsordnung, Fortbildung etc, nur eine mit dem Einfluss der Pflege nach außen. Ich habe da schon die Bedenken, dass das in die falsche Richtung gehen könnte...

Volker Harmgardt

23. Nov 2018

Ja, das ist mal eine Ansage, wir in Niedersachsen konnten die Pflegekammer nicht verhindern ! Meiner Meinung nach sollte man eine Bundes-Pflegekammer schon in Ansätzen mit einem "NEIN" der Pflegenden abwehren. Auf jeden Fall hat die Basis gesprochen und eine denkwürdige Entscheidung getroffen. Dafür Daumen hoch und anerkennenden Respekt, das ist Demokratie. LG in die Runde, Volker Harmgardt

Unbekannter Nutzer

22. Nov 2018

Respekt und Gratulation für das klare Nein der Pflegekräfte in Hessen zur Zwangskammer! Ihnen wird erspart bleiben, was für zigtausend Kollegen in Rheinland-Pfalz bittere Wirklichkeit geworden ist: wer keine Zwangsbeiträge von seinem immer noch unangemessen niedrigem Gehalt zahlen will, wird mit arbeitsrechtlichen Schritten überzogen, muss mit Kündigung rechnen sowie mit der nicht autorisierten Weitergabe persönlicher Daten sich abfinden. Die Entscheidung in Hessen gibt Mut! Wie schlecht oder - abhängig vom Standpunkt – wie gut es in NRW um die Errichtung einer Zwangskammer steht, zeigt die Tatsache, dass anders als in Hessen eine „repräsentative“ Auswahl von gerade mal 1500 !!! ausgesuchten (wer sucht hier eigentlich nach welchen Kriterien aus?) Pflegekräften über die Zwangsmitgliedschaft von 197000 PflegerInnen entscheiden soll. Noch nicht einmal 1%! Offensichtlich traut man den in der Pflege arbeitenden Fachkräften nicht zu, sich gegen alle Vernunft für dieses Bürokratiemonster, zu entscheiden. Wenn diese aus meiner Sicht undemokratische und in keinster Weise Pflegekräfte wertschätzende Vorgehensweise richtungsweisend für die zukünftige Arbeit der Zwangskammer ist, dann gute Nacht Pflege! Man kann nur ungläubig mit dem Kopf schütteln: die Stärkung der Selbstverwaltung der Pflege beginnt mit einem Akt der Zwangsverpflichtung aufgrund ominnöser Umfrageergebnisse. Der Pflege eine Stimme geben, heißt es hochtrabend seitens der Vertreter der Sanktionskammer (etwas anderes wird es auch nicht sein, wir dürfen dann zwei Herren dienen, schöne Aussicht!). Aber diese Stimme wird wohl dauerhaft Stimmbruch haben. Letztlich wird uns diese Kammer sanktionieren dürfen und Vorschriften machen. Tolle Idee mit den jährlichen Fortbildungen, aber wer bezahlt diese bitteschön? Wird die Zwangskammer meinen Arbeitgeber auffordern, mich hierzu freizustellen oder muss ich das alles in meiner eh schon knappen Freizeit machen? Wird sie nicht, sie hat – ebenso wie in Sachen Tariflöhnen und besseren Arbeitsbedingungen – hierzu keinerlei gesetzliche Handlungsompetenz. Und ebenso wenig Interesse daran, dies zu tun. Aktive Pflegekräfte werden in den Führungsgremien dieser Zwangskammern im Übrigen wohl eher weniger zu finden sein. Ich befürchte, dass die selben Herren und Damen aus den altbekannten Berufsverbänden sich dort ein Stelldichein geben und um wohldotierte Pöstchen schachern werden, die in den letzten Jahrzehnten schon in keinster Weise die unmöglichen Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessert haben (an dieser Stelle mal ein herzliches Dankeschön für nichts!). Ich für meinen Teil werde im Fachseminar und in den Einrichtungen weiterhin Auszubildende und Kollegen sensibilisieren, sich zu empören und nein zu sagen. Keine Zwangskammer in NRW! Ante Caljkusic, Altenpfleger und Mitglied in der Pflegeethik Initiative Deutschland

Volker Harmgardt

23. Nov 2018

Hallo Herr Caljkusic, ich habe Ihren Beitrag aufmerksam gelesen und die Aussagen treffen allesamt die Wirklichkeit. Danke dafür, als alter Hase verfolge ich die Entwicklung der Pflege bis hin zur Erfindung einer Pflegekammer seit über 45 Jahren und was sich jetzt abspielt gleicht einem Trauerspiel ohne Ende. Eines ist klar, mit Zwang geht nichts, wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege müssen von einer Sache überzeugt sein, dann kann man unser Herz erobern !!! Ich bin trotzdem mutig, zuversichtlich und blicke mit offenen Augen und Ohren in die Zukunft. Pflege kann Berge versetzen. In diesem Sinne, einen guten Tag und liebe Grüße, Volker Harmgardt

Unbekannter Nutzer

22. Nov 2018

Hessen: Mehrheit spricht sich gegen ZWANGSPFLEGEKAMMER und gegen ZWANGSBEITRÄGE aus ........................................................................................................................................................................ Die Pflegekräfte in Hessen haben sich endlich mit einem klaren Votum gegen eine mittelalterliche Zwangspflegekammer und gegen Zwangsbeiträge ausgesprochen. Diese klare Entscheidung wird allerdings HERRN Westerfellhaus in Berlin NICHT gerade freudig stimmen. HERR Westerfellhaus kolpoltiert schon lange sogar eine Bundespflegekammer, " ohne Rücksicht " auf die Meinungen der Pflegekräfte in den einzelnen Bundesländern. In Bayern ist "Vereinigung der Pflegenden" , mit freiwilliger Mitgliedschaft, finanziert durch Steuergelder, der demokratische bayerische Weg. Die bayerische Gesundheitsministerin Frau Dr. med. Melanie Huml CSU setzte dieses demokratische Konzept sogar gegen früheren bayerischen Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) durch. Dafür verdient die bayerische Gesundheitsministerin Frau Dr. med. Melanie Huml unseren Respekt ! Inwieweit die Freien Wähler in Bayern, jetzt In der Regierung, immer noch das mittelalterliche Konzept Zwangspflegekammer vehement verfolgen bleibt abzuwarten. Andere im Wahlkampf vertretene Grundsätze wie Widerstand ( Klage ) gegen geplantes undemokratisches Polizeiaufgabengesetz der CSU sind seitens der sogenannten FREIEN Wähler schon am Wahlabend begraben worden.... Die GIER zur Macht verdirbt eben den Charakter....

Unbekannter Nutzer

22. Nov 2018

Wir aus Hamburg sind aus sehr Dankbar für diese Entscheidung , so sind wir Alle erstmal auch der Bundeskamer entkommen . Nun Daumen drücken das die Nordrhein- Westfalen auch so schlau entscheiden T.Doehring

Unbekannter Nutzer

22. Nov 2018

Grüß Gott aus Bayern, verehrte Frau Döhring. Unsere Devise muss heißen einmischen und für demokratische Grundsätze aktiv kämpfen. Dies gilt jedoch für alle Lebensbereiche... Demokratische Freiheiten gibt es nicht umsonst.....auch NUR Daumendrücken = viel zu wenig....Alle Pfleger/innen und Pfleger in NRW verdienen unsere uneingeschränkte Solidarität....jetzt....

Unbekannter Nutzer

22. Nov 2018

DANKE an alle Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus Hessen, die mich vor dieser sinnlosen Zwangsabgabe bewahrt haben, mit der sich unnötige Lobbyisten auf Kosten der Pflegenden wichtig machen wollen.

Unbekannter Nutzer

22. Nov 2018

Hallo Herr Raab, auch wir in Bayern haben uns, besonders im bayerischen Wahlkampf, gegen die Pläne von Grünen und Freien Wählern eine Zwangspflegekammer einzuführen, positioniert. Auch wir sind der Auffassung Zwangsbeiträge, in Millionenhöhe, zur Luxusversorgung von Postenjägern sind tiefstes Mittelalter....Also weiter wehren nicht nur bedanken.....

Unbekannter Nutzer

22. Nov 2018

Hallo Herr Raab, auch wir in Bayern haben uns, besonders im bayerischen Wahlkampf, gegen die Pläne von Grünen und Freien Wählern eine Zwangspflegekammer einzuführen, positioniert. Auch wir sind der Auffassung Zwangsbeiträge, in Millionenhöhe, zur Luxusversorgung von Postenjägern sind tiefstes Mittelalter....Also weiter wehren nicht nur bedanken.....

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