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08. Mai 2018 | Pflege und Politik

Generalistische Ausbildung: Ohne Rücksicht auf Verluste

Der Arbeitgeberverband Pflege sieht nach der Anhörung zum Entwurf der Ausbildungs- und Prüfungsordnung im Bundesgesundheitsministerium all seine Befürchtungen bezüglich der Generalistik bestätigt.

Der Arbeitgeberverband Pflege fordert, dass die Politik sich für die Ausgestaltung der Generalistischen Pflegeausbildung mehr Zeit nimmt. Foto: Adobe Stock/ Antonioguillem

"Es hagelt massive Kritik an vielen Eckpunkten, doch die Politik will partout am einmal festgelegten engen Zeitplan festhalten. Viele notwendige Korrekturen bleiben somit auf der Strecke", heißt es in der Pressemitteilung des Verbandes. Wie auf Biegen und Brechen das Vorhaben zur generalistischen Pflegeausbildung einmal mehr durchgepeitscht werden solle, sei ein Lehrbeispiel dafür, wie fahrlässig Politik die Zukunft der Altenpflege aufs Spiel setze.

Vizepräsident Friedhelm Fiedler kritisierte, dass der Rahmenlehrplan erst im nächsten Jahr vorliegen soll und die Finanzierungsverordnung noch aussteht. "Die Einwände vor allem, aber nicht nur aus der Altenpflege, das hat die Anhörung gezeigt, sind eklatant. Die Träger sind zum Beispiel für die Bereitstellung aller Praxiseinsätze verantwortlich. Es müssen entsprechende Kooperationsverträge abgeschlossen werden. Wie aber soll das funktionieren, wenn schon heute absehbar ist, dass für den Pflichteinsatz Kinderkrankenpflege bundesweit auch nicht ansatzweise genügend Praxisplätze zur Verfügung stehen, die künftig auch alle angehenden Altenpfleger durchlaufen müssen?", so Fiedler weiter.

Fiedler appellierte an die Politik, sich für dieses wichtige Vorhaben mehr Zeit zu nehmen.

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