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25. Okt 2018 | News

Flächendeckende Fehl- und Unterversorgung

Wie der Innovationsreport der Techniker Krankenkasse zeigt, bekommen TK-Versicherte, die demenziell erkrankt sind nur selten Medikamente zur Behandlung der Erkrankung (Antidementiva), dafür häufig ausschließlich Beruhigungsmittel (Antipsychotika).

Menschen, die an Alzheimer erkrankt sind, bekommen häufig gar keine Medikamente oder nur Beruhigungsmittel, so der TK-Report. Foto: Adobe Stock/ CHW

Insgesamt bekommen nur 14 Prozent der TK-Versicherten mit Demenz ausschließlich ein Antidementivum. Neun Prozent werden sowohl mit einem Antidementivum als auch einem Beruhigungsmittel behandelt. Rund ein Viertel erhält dagegen ausschließlich ein Antipsychotikum. Die Hälfte der Patienten bleibt unbehandelt. Auch wenn die momentan verfügbaren Medikamente gegen die Alzheimer-Demenz das Fortschreiten der Krankheit nur verlangsamen, sollten die Betroffenen damit versorgt werden, heißt es laut Report.

"Die gravierende Fehlversorgung mit Beruhigungsmitteln und die gleichzeitige Unterversorgung mit Antidementiva lässt sich nicht mit den medizinischen Leitlinien erklären. Im Gegenteil: Hier liegt der Verdacht nahe, dass demente Menschen einfach ruhiggestellt werden, statt sie richtig zu behandeln", so Professor Gerd Glaeske, von der Universität Bremen, die den Report gemeinsam mit der TK veröffentlicht haben.

Ausgewertet wurden Routinedaten der TK aus den Jahren 2015 bis 2017.

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01. Nov 2018

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