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30. Apr 2020 | Management

Evangelische Heimstiftung will Einrichtungen wieder schrittweise öffnen

Nach den harten Einschränkungen der ersten Krisenphase möchte die Evangelische Heimstiftung ihre Einrichtungen wieder schrittweise öffnen. Dafür wurde ein Konzept erarbeitet. Oberste Priorität bleibe der Gesundheitsschutz von Bewohnern und Mitarbeitern, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Ein Bild aus Vor-Corona-Zeiten: Angehörige kommen zu Besuch ins Pflegeheim. Das soll schrittweise wieder möglich sein, wenn auch mit Einschränkungen. Foto: IlanSmith/Adobe Stock

Die 86 Pflegeheime der Evangelischen Heimstiftung (EHS) sind seit Anfang März im Coronakrisenmodus. Der Träger hat das restriktive  Besuchsverbot noch vor der Coronaverordnung des Landes umgesetzt, so dass die Bewohner nun seit über neun Wochen keinen Besuch mehr von außen empfangen. "Diese harten Einschränkungen hinterlassen ihre Spuren", sagt Hauptgeschäftsführer Bernhard Schneider, "auch wenn sich unsere Alltagsbegleiter und Pflegekräfte wirklich sehr darum bemühen, die soziale Distanz auszugleichen". Doch der EHS fehlen neben den Besuchen von Angehörigen auch die Angebote und Aktivitäten von fast 3.000 Ehrenamtlichen, die ebenfalls darunter leiden.

Die harten Maßnahmen scheinen Wirkung zu zeigen: Die Infektionszahlen und die Zahl betroffener Einrichtungen innerhalb der Evangelischen Heimstiftung nehmen langsam ab. Und es liegen praktische Erfahrungen vor, wie die Ausbreitung mit einem verantwortungsvollen Krisenmanagement eingegrenzt werden kann. Deshalb will die EHS mit einem Öffnungskonzept in die zweite Krisenphase gehen und die Einrichtungen wieder schrittweise und langsam für Besucher öffnen.

  • Stufe 1 sieht ab 4. Mai Besuche von Angehörigen und Ehrenamtlichen für die Bewohner vor. Es gibt aber Einschränkungen: So darf immer nur eine Besuchsperson für maximal eine Stunde kommen, es werden feste Termine vereinbart und eine Besucherliste geführt. Sowohl Besucher als auch Bewohner tragen zu jedem Zeitpunkt Mundnasenschutz und müssen den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Kreuzungswege werden dabei möglichst vermieden.
  • 2. Stufe sieht ab 25. Mai die Möglichkeit vor, kleinere Veranstaltungen in den Wohnbereichen anzubieten. Auch hier soll auf den Sicherheitsabstand geachtet werden, außerdem werden Aktivitäten vorgezogen, die keinen direkten Kontakt benötigen. Es wird also noch gekocht, gebacken oder gesungen, sondern es können Andachten, kleinere Konzerte oder Gedächtnistraining angeboten werden. Die Besuchsregeln der Stufe 1 können beibehalten oder etwas erweitert werden.
  • 3. Stufe sieht ab 2. Juni vor, Angebote externer Dienstleister in den Einrichtungen wieder zuzulassen. Allen voran geht es um Friseure, die dann unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Bestimmungen auch Pflegeheimbewohner bedienen können. Auch hier sollen Kreuzungswege vermieden und Mundnasenschutz getragen werden. Für Fußpfleger und sonstige Therapeuten gilt weiterhin der Grundsatz: Nur, wenn die Behandlung medizinisch notwendig ist, wird sie angeboten.
  • 4. Stufe sieht weitere Öffnungsmaßnahmen vor und auch die Lockerung bisheriger Angebote, allerdings nur dann, wenn sich durch die ersten drei Stufen eine neue Normalität sicher etabliert hat. Das Öffnungskonzept wurde in dieser Form mit dem Landesgesundheitsministerium abgestimmt und wird ab 4. Mai EHS-weit umgesetzt.

Grenzen des Konzepts

Zwingende Voraussetzung für die Umsetzung des Öffnungskonzepts sind die Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes und der aktuellen Coronaverordnung des Landes. Auch ist das Papier als "atmendes Konzept" zu verstehen, das kontinuierlich überprüft wird. Das bedeutet, dass die Öffnungsmaßnahmen nur dann umgesetzt werden, wenn das Infektionsgeschehen im Rahmen bleibt. Die Öffnung ist also in erster Linie für Einrichtungen relevant, die keine Infektionen haben oder in denen nur ein isolierter Bereich Infektionen aufweist.

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