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30. Jul 2018 | News

Eigenanteile im Heim wachsen weiter an

Ein Platz im Pflegeheim kostet jedes Jahr mehr. Im Bundesdurchschnitt müssen Pflegebedürftige inzwischen 1.800 Euro im Monat selbst bezahlen. Die Unterschiede sind von Region zu Region aber erheblich. Das hat eine Erhebung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV) ergeben.

Es wird teurer: Die Eigenanteile in der stationären Pflege werden immer größer.   Foto: Susanne El-Nawab

Wer im Pflegeheim lebt, muss immer mehr aus der eigenen Tasche bezahlen. In diesem Jahr sind es monatlich im Schnitt 140 Euro mehr als im Vorjahr. Nach einer Erhebung des Verbandes der Privaten Krankenversicherungen (PKV), die am Freitag (27.7.) in Berlin öffentlich wurde, lag der Eigenanteil für pflegebedürftige Heimbewohner im Juni 2018 bei bundesdurchschnittlich 1.831 Euro monatlich. Im Mai 2017 waren es noch 1.697 Euro. Die Diakonie Deutschland und der Sozialverband VdK warnten, weite Teile der Bevölkerung könnten das nicht mehr bezahlen.

Alle Angaben beruhen laut PKV auf Daten von rund 11.000 der etwa 13.000 Pflegeheime in Deutschland. Am tiefsten in die eigene Tasche greifen müssen demnach die Pflegebedürftigen in Nordrhein-Westfalen. Dort kostet ein Heimplatz im Schnitt 2.326 Euro im Monat. Es folgen das Saarland mit 2.247 Euro sowie Baden-Württemberg und Berlin mit je 2.098 Euro. Im Mittelfeld liegen unter anderem Bremen (1.805 Euro) und Hessen (1.896 Euro). Am preiswertesten sind Heimplätze in Sachsen und Sachsen-Anhalt, wo 1.201 beziehungsweise 1.205 Euro fällig werden.

Diakonie-Vorstandsmitglied Maria Loheide forderte angesichts der neuen Zahlen, die Pflegeversicherung müsse weiterentwickelt werden, damit sie für die Pflegebedürftigen und deren Angehörigen "nicht eine Versicherung mit unkalkulierbaren Risiken" werde. Ein Drittel der Pflegebedürftigen sei inzwischen auf Sozialhilfe angewiesen. Loheide forderte mehr Geld aus der Krankenkasse für die Pflege im Heim sowie Steuerzuschüsse für die Pflegeversicherung.

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