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14. Mai 2020 | News

Deutscher Pflegerat: ePflegebericht hat seinen Nutzen bewiesen

Der unter der Schirmherrschaft des Deutschen Pflegerates entwickelte ePflegebericht ermöglicht einen besseren Informationsfluss zwischen den Einrichtungen des Pflege- und Gesundheitsbereichs. Das ist das Ergebnis einer Evaluation zu dem neuen Instrument.

Irene Maier, Vizepräsidentin des Deutschen Pflegerates   Foto: DPR e.V.

"Krankenhäuser, ambulante oder stationäre Rehabilitationseinrichtungen, Pflegeheime und Pflegdienste können künftig erstmalig den gleichen Pflegebericht nutzen. Über die Sektorengrenzen könnte damit der Informationsfluss nahtlos wesentlich verbessert werden. Nicht zuletzt in einer erfolgreichen Machbarkeitsstudie hat der ePflegebericht seinen Nutzen bewiesen", weist Irene Maier, Vize-Präsidentin des Deutschen Pflegerats (DPR), hin.

Der ePflegebericht – der unter der Schirmherrschaft des Deutschen Pflegerates von einer Forschungsgruppe der Hochschule Osnabrück entwickelt wurde – wurde einer Evaluation unterzogen und mit insgesamt 114 Überleitungsbögen aus deutschen Krankenhäusern, Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten abgeglichen auf die Frage, ob die in den Überleitungsbögen dargestellten pflegerischen Inhalte im ePflegebericht abgebildet werden können, was bejaht werden konnte.

 
Es habe sich gezeigt, dass die mit der Hilfe des ePflegeberichts übermittelten pflegerischen Informationen diejenigen in herkömmlichen Überleitungsbögen an Quantität und Relevanz übertrafen, so Maier. "Da der ePflegebericht zudem auf einer einheitlichen am Pflegeprozess orientierten Struktur aufbaut, ist die Erfassbarkeit der Daten unmittelbar gegeben. Er ist für alle in der professionellen Pflege Tätigen nutzbar. Das ist ein enormer Vorteil."

 
Die Möglichkeit, auf elektronischem Weg die benötigten Informationen synchron, eventuell noch vor Eintreffen der pflegebedürftigen Person in der Zieleinrichtung zu übermitteln, verschaffe dem ePflegebericht einen weiteren Vorteil gegenüber bisherigen papierbasierten Überleitungsbögen.

 
Von der für Deutschland maßgeblichen Standardisierungsorganisation HL7 sind inzwischen sowohl für seine Struktur als Clinical Document Architecture (CDA)-Dokument als auch für seine Schnittstelle im FHIR-Format Implementierungsleitfäden entwickelt und abgestimmt worden. "Damit ist der Weg eröffnet für eine Nutzung innerhalb der im Gesundheitsbereich zu errichtenden Telematik-Infrastruktur."
 
 
"Die Dringlichkeit der Nutzung des ePflegeberichts wird noch verstärkt durch die Tatsache, dass an COVID-19 erkrankte Personen in allen Phasen ihrer Erkrankung von Pflegenden betreut werden und dieser Berufsgruppe traditionell eine Rolle als Informationsdrehscheibe auch für andere Berufsgruppen zukommt", so Maier.
 

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