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16. Dez 2019 | Blog

Der nächste Sommer kommt bestimmt

Elisabeth Scharfenberg

Noch wenige Tage bis Weihnachten. Bei mir zuhause im Fichtelgebirge liegt schon der erste Schnee und es friert Stein und ein, wie es so schön heißt. Unvorstellbar ist es für uns, dass wir vor wenigen Monaten erneut einen Jahrhundertsommer mit absoluten Rekordtemperaturen hatten.
Elisabeth Scharfenberg

Elisabeth Scharfenberg, Politikerin

In Madrid tagte gerade die UN-Klimakonferenz. Dort bescheinigen uns die Experten, was wir alle selbst immer mehr wahrnehmen. Da kann man sich über Greta Thunberg und ihre konsequenten Klima-Aktionen lustig machen oder aufregen, man kann sie gut oder auch schlecht finden. Das alles spielt einfach keine Rolle angesichts der Realität, die uns ereilt. Was, werden Sie fragen, hat das denn alles hier in einem Blog über Altenpflege zu suchen? Ganz schön viel, ehrlich gesagt.

Wir befinden uns mittendrin im Klimawandel. Und bereits jetzt schädigt die Erderwärmung und deren Auswirkungen die Gesundheit vieler Menschen, insbesondere die von Kindern und alten Menschen. Deutsche Mediziner fordern – zu Recht – einen nationalen Hitzeschutzplan. Es brauche besser vorbereitete Rettungsdienste, Kliniken, Alten- und Pflegeheime, so Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer. Die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels würden nicht irgendwann in weit entfernten Weltgegenden spürbar, sondern hier und heute, sagt er.

Und was genau bedeutet das für die Pflege?

In Alten- und Pflegeheimen wird zukünftig noch mehr Personal nötig sein, um sicher zu stellen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner ausreichend trinken. Hitzschläge, akutes Nierenversagen, vermehrte Herz-Kreislauf-Erkrankungen könnten sonst die Folgen sein. Auch gibt es Bakterien, die die Wärme lieben und vermehrt Darm- und Wundinfektionen verursachen. Zudem sind die allermeisten Gebäude nicht auf die steigenden Temperaturen ausgelegt. Das ist für die Pflege- und Betreuungskräfte, für die Hauswirtschaft, ja – für alle, die in den -Einrichtungen arbeiten, eine enorme Belastung. Die wenigsten Einrichtungen verfügen über Klimaanlagen oder Wärmeschutzfenster. Mir zeigt das, dass es höchste Zeit ist diese bisher nie dagewesene Herausforderung anzunehmen und ambitionierte Klimaabkommen zu schließen und umzusetzen. Welche konkreten Projekte zum Umgang mit extremen Wetterereignissen, wie zum Beispiel einem Hitzemaßnahmen-Plan in stationären Pflegeeinrichtungen gibt es? Welche Verantwortung hat die Pflege im Bereich Ressourcen, Nachhaltigkeit und Umweltschutz? Spannenden Themen, gerade im Bezug auf Pflege. Noch haben wir ein paar Monate, bis die nächste Hitzewelle wieder durch Deutschland rollt. Aber – der nächste Sommer kommt bestimmt. Jetzt wünsche ich Ihnen aber erst einmal frohe Weihnachten und einen guten Start ins Jahr 2020.

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