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21. Mrz 2018 | Demenz

Bayern legt Bericht zur Seniorengesundheit vor

Einem Bericht der bayerischen Staatsregierung zufolge leidet mehr als jeder zehnte gesetzlich versicherte alte Mensch im Freistaat an Demenz. Das geht aus dem Bericht zur Seniorengesundheit hervor, den das bayerische Gesundheitsministerium am Mittwoch in München veröffentlichte.

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) stellt den Bericht zur Seniorengesundheit vor. Foto: STMGP

Dem Bericht zufolge geht es der Mehrzahl der Älteren in Bayern gesundheitlich gut. Aber mit dem Alter nehmen auch Krankheiten zu. Der Bericht nimmt die häufigsten Krankheitsbilder unter die Lupe. Demnach hatten unter den ambulant behandelten Männern und Frauen über 65 in Bayern im Jahr 2015 etwa

  • 85 % eine Diagnose aus dem Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen, vor allem Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt und Schlaganfall
  • 11% eine Krebsdiagnose,
  • 75 % eine Diagnose aus dem Bereich der Muskel-Skeletterkrankungen, vor allem Arthrose, Arthritis und Osteoporose;
  • 36 % mussten verletzungsbedingt zum Arzt – vielfach aufgrund eines Sturzes,
  • fast 30 % hatten eine Diabetesdiagnose,
  • bei etwa 20 % lag die Diagnose einer affektiven Störung vor, meist eine Depression, und
  • rund 8,4 % die Diagnose einer Demenz in mindestens zwei Quartalen.

In einer immer älter werdenden Gesellschaft heißt ein wichtiges Schlagwort der Datensammlung: Multimorbidität, also Vielfacherkrankungen. Die Zahl der Menschen, die unter mehreren Krankheiten gleichzeitig leiden, steigt demnach mit dem Alter stark an.

Während in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen etwa 35 Prozent mindestens drei Erkrankungen haben, sind es zwischen 80 und 85 Jahren rund 60 Prozent. Der Bericht greift auf unterschiedliche Datenquellen zurück - darunter auf Werte des Robert-Koch-Instituts und auf Daten von gesetzlich Versicherten. Eine systematische Erhebung zur Gesundheit älterer Menschen in Deutschland ist demnach erst im Aufbau.

Derweil hat Bayerns neuer Ministerpräsident Markus Söder sein Kabinett umgebaut. Von den Ministerinnen im Kabinett Seehofer musste sich Oberfränkin Melanie Huml wohl die geringsten Sorgen über eine erneute Berufung machen. Erst im Dezember wurde sie zur CSU-Vize gewählt und mischt damit auch in den parteiinternen Gremien ganz oben mit. Darüber hinaus kann Huml auf einen guten Draht zu Söder verweisen, als Staatssekretärin arbeitete sie im Umweltministerium mit ihm zusammen. Huml sitzt seit 2003 im Landtag, seit 2013 ist sie Gesundheitsministerin. Für Huml sprach bei der Ernennung sicherlich auch, dass Söder mit der Bambergerin den Bezirk Oberfranken schon bestens abgedeckt hat - noch dazu mit einer Frau.

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1 Kommentare

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22. Mrz 2018

Ministerpräsident Söder bestätigt die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml im Amt , bravo.! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Die Personalentscheidung orientiert sich folgerichtig zunächst an der hervorragenden Arbeit die Frau Melanie Huml schon bisher geleistet hat, bravo. Besonders herausragend die " demokratische Grundhaltung" der Freiwilligkeit einer Mitgliedschaft in Berufsvereinigung (Pflege) Der Wahrheit die Ehre Herr Söder wollte ja während seiner Zeit als bayerischer Gesundheitsminister eine Zwangspflegekammer mit Zwangsbeiträgen für Pflegekräfte. Dem hat sich Frau Melanie Huml schon als pflichtbewusste Ärztin entgegengestemmt. Wenn auch einige ihrer Massnahmen seitens Chefs von gerade privaten Pflegeeinrichtungen durch taktische Manöver unterlaufen werden hohe Anerkennung für die Hartnäckigkeit mit der die Ärztin Frau Melanie Huml die Interessen der Schwachen vertritt. Doch zu Bericht Seniorengesundheit und dem Ergebnis rund 8,4 % Diagnose Demenz. Dieses Ergebnis ist zu hinterfragen... Die Hausärzte, die ihre Patienten z.T. Jahrzehnte kennen, sind leider nur mit einem geringen Anteil an der Diagnosestellung Demenz beteiligt. Externe Ärzte, die den Patienten z.T. nur kurz sehen brechen leichtfertig den Stab .... Demenz.... Schluss. So geht das nicht weiter....Es gibt enge Diagnosevorgaben die sehr oft auch bei anderen Diagnosestellungen schlichtweg ignoriert werden.... und Patienten abstempeln, diskriminieren. Dem muss zeitnah ein Riegel vorgeschoben werden. Nicht überall wo Demenz drauf steht ist Demenz enthalten.... Oft ist die freihändige Diagnose eine " Verlegenheitsdiagnose " mit schlimmen Folgen für den einzelnen betroffene Menschen. Schluss damit..... Auch die " vermeintliche Volkskrankheit" burn out ist ein solches Unwort / Modewort ohne Substanz.

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