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09. Jun 2020 | News

Ausländische Kräfte bleiben aus Angst in der Heimat

Die Corona-Krise wirkt sich besonders auf Personal aus dem Ausland, das hierzulande eingesetzt wird, aus. Vor allem seien die Hilfskräfte betroffen, die nicht selten illegal in den deutschen Haushalten arbeiten. Aber auch legale Pflegefachkräfte aus EU-Staaten würden zunehmend von der Einreise abgeschreckt.

Helferinnen und Helfer aus dem Ausland sehen aufgrund der Corona-Krise zunehmend von einer Einrreise nach Deutschland ab.  Foto: Marc Flemming/epd-Bild

Tausende der geschätzt rund 300.000 osteuropäischen Hauswirtschafts- oder Pflegehelferinnen, die in deutschen Haushalten - meist schwarz - arbeiten, seien wegen der Corona-Pandemie abgereist und nicht zurückgekehrt, sagt Bernd Tews, Geschäftsführer des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste. Das reißt Versorgungslücken in der häuslichen Pflege. Hinzu komme, dass die Pandemie auch erhebliche Auswirkungen auf die legale Zuwanderung von Pflegefachkräften aus EU-Staaten habe.

"Zu Beginn der Corona-Krise waren Familien gezwungen, Betreuungspersonen zu engagieren, die nicht so qualifiziert sind", sagt Frederic Seebohm, Geschäftsführer des Verbandes für häusliche Betreuung und Pflege. "Im illegalen Bereich ist der Mangel wesentlich ernster als im legalen, oft mussten Angehörige einspringen."
Die Corona-Krise hat die Löhne für die Hilfskräfte aus Osteuropa nach oben getrieben. "Mit dem Personalmangel sind die Löhne sowohl im illegalen als auch im legalen Bereich gestiegen", sagt Seebohm. "Die Situation hat sich aber inzwischen beruhigt." Er sieht eine weitere Tendenz: Sowohl die deutschen Familien als auch die Betreuerinnen aus Osteuropa suchen in der Corona-Unsicherheit zunehmend den Weg in legale Beschäftigungsverhältnisse.

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