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27. Sep 2018 | Pflege und Politik

Auch Hilfskraft soll Behandlungspflege übernehmen können

Die Opposition hat das neue Gesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für mehr Pflegepersonal in Deutschland als völlig unzureichend kritisiert. Das geplante Gesetz enthalte einen Hebel, "um die Fachlichkeit in der Altenpflege abzuwerten", sagte die Grünen-Pflege-Expertin Kordula Schulz-Asche.

Während des Tagunsprogramms Stärkung des Pflege- und Krankenhauspersonals sitzt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Plenarsaal. Foto: Annegret Hilse/dpa

Hintergrund ist die geplante Schaffung von 13 000 neuen Stellen in den Pflegeheimen. Wenn es eine Einrichtung binnen drei Monaten nicht schafft, eine Fachkraft einzustellen, kann sie laut Entwurf auch für eine Hilfskraft einen entsprechenden Zuschlag bekommen.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach räumte ein, die SPD halte es für falsch, dass man diese medizinische Behandlungspflege, um die es bei den 13 000 geplanten Stellen geht, durch Assistenzberufe ersetzen könne. Gesundheitsminister Spahn verteidigte das Gesetz am Donnerstag bei der ersten Beratung des Entwurfs im Bundestag: "Es geht um konkrete Verbesserungen in der Pflege."

Mit Blick unter anderem auf die im Schnitt bessere Bezahlung der Krankenpflege mahnte der Linken-Gesundheitsexperte Harald Weinberg, es drohe eine Abwanderung von Fachkräften aus der Altenpflege in die Kliniken. Spahn warf er vor: "Nicht das Erreichte zählt, sondern das Erzählte reicht." Axel Gehrke (AfD) bemängelte: "Für den ambulant gepflegten Patienten wird das Pflegepotenzial nicht erhöht." Nicole Westig (FDP) forderte die Regierung zum Start einer großen Kampagne für mehr Pfleger auf, ähnlich der Nachwuchs-Kampagne der Bundeswehr.

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2 Kommentare

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Unbekannter Nutzer

04. Okt 2018

Hilskräfte sollen also behandlungspflegerische Tätigkeiten übernehmen...? Also teilweise Fachkraft-Tätigkeiten ausführen können/dürfen, auf der anderen Seite aber (wahrscheinlich) weiterhin "nur" das Gehalt einer Hilfskraft bekommen? Gute Idee, Herr Spahn! Meine Vermutung (aber vielleicht liege ich da auch komplett falsch...;-)) Hilfs- und pflegebedürftige Menschen, welche schlecht/unprofessionell oder aufgrund der fehlenden Pflegekräfte garnicht versorgt werden, segnen um einiges früher das Zeitliche und kosten der Gesellschaft weniger Geld. Wirtschaftlich gut gedacht, Herr Spahn! Ethisch-moralisch aber... ohne Worte! Deshalb die Devise: Lieber nichts oder nur fadenscheinig etwas für die Betroffenen bzw. Pflegenden tun. Klappt ja in den letzten Jahren ganz gut!!!

Unbekannter Nutzer

04. Okt 2018

NEUE Kapriolen in der Pflege durch OBERHILFSPFLEGER, in spe, Jens Spahn..... ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- das neue, peinliche Spahnsche Gesetz wurde bereits im Bundesrat mit massivster Kritik zerrissen........ Dieses Gesetz beschädigt insgesamt das Ansehen aller Pflegekräfte....durch gesetzlich jetzt festgeschriebene Absenkung des Qualitätsniveaus. Der von Jens Spahn tatsächlich beabsichtigte Effekt jetzt auch noch die Abrechnungsarithmetik der pauschalen Abrechnung von pauschal vorhandenen Pflegekräften mit nur minimaler Ausbildung in der Pflege nutzt ausschließlich den Heimbetreibern. Hoch qualifizierte Pflegekräfte werden in die Kliniken abwandern... Es wird schlichtweg durch dieses unleidige Spahnsche Gesetz, keine qualifizierte Pflegekraft mehr gewonnen.... die zu niedrigen Entgelte, der qualifizierten Pflegekräfte, werden festgeschrieben. Auch dieser Effekt kommt ausschließlich den Heimbetreibern entgegen. Wo bleibt der massive Protest der Pflegekräfte bis zu Streiks...JETZT.....JETZT...

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