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01. Nov 2018 | Pflege und Politik

Anwerben von Pflegekräften löst Probleme nicht

Der Osnabrücker Migrationsforscher Jochen Oltmer warnt davor, vermehrt Pflegefachkräfte aus weniger entwickelten Staaten für die westlichen Industrieländer anzuwerben. Der Wegzug gut ausgebildeter Fachkräfte habe dramatische Folgen für das Gesundheitswesen der Heimatländer, sagte der Historiker dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Hat der Wegzug gut ausgebildeter Fachkräfte dramatische Folgen für das Gesundheitswesen der Heimatländer? Foto: El-Nawab

"Dort drohen die Versorgungssysteme zu versagen, auch mit negativen Folgen für die meist ohnehin schon begrenzten Kapazitäten für die Ausbildung", betonte der Professor am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien.

Der Professor sieht den Einsatz von ausländischem Personal zur Lösung der hiesigen Personalprobleme generell kritisch: "Zuwanderung kann einen Beitrag dazu leisten, in einer Übergangsphase, in der es um eine grundsätzliche Neuausrichtung im Pflegebereich geht, ein Stück weit einen Mangel auszugleichen. Er kann auch dazu dienen, Pflegekräfte aus anderen Ländern aus- und fortzubilden. Sehr viel mehr aber nicht."

Oltmer warb dafür, die Anwerbungen von Fachkräften in anderen Ländern vertraglich zu regeln. "Internationale Standards müssen entwickelt werden, damit die Konkurrenz um Pflegefachkräfte die globale Ungleichheit in der Gesundheitsversorgung nicht weiter anwachsen lässt." Vor allem aber müsse der Ausbau der nationalen Ausbildungssysteme weltweit massiv vorangetrieben werden.

Die Oktoberausgabe von Altenheim hat sich im Schwerpunkt mit dem Thema Pflegepersonal aus dem Ausland beschäftigt.

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