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05. Jun 2018 | Pflege und Politik

Anhörung zu Eigenanteilen in Pflegeheimen

Am Montag hat sich der Gesundheitsausschuss des Bundestages mit den Pflegeheim-Kosten beschäftigt. Die Linke hatte dazu einen Antrag eingebracht. Sie verlangt, Menschen mit Pflegebedarf finanziell systematisch zu entlasten.

Steigende Heimkosten für die Bewohner beschäftigten am Montag den Gesundheitsausschuss. Foto: Adobe Stock/ Jürgen Fälchle

Die Linke fordert in ihrem Antrag, die Eigenanteile zu begrenzen und die Teilkostendeckung zu einer Pflegevollversicherung umzugestalten. Der Pflegevorsorgefonds solle umgewidmet und die medizinische Behandlungspflege in stationären Pflegeeinrichtungen wieder durch die Krankenkassen finanziert werden.

Geladen waren zu der öffentlichen Anhörung auch verschiedene Gesundheitsexperten. Sie sehen die teilweise stark steigenden Eigenanteile in der Heimpflege mit Sorge und schlugen unterschiedliche Lösungen vor. Einig waren sich die Experten darin, dass die Pflegekosten in den nächsten Jahren weiter steigen werden, unter anderem durch höhere Löhne und mehr Personal. Einige Fachleute sehen einen Ausweg darin, eine Pflegevollversicherung zu entwickeln. Andere lehnten dies ab: Sie sehen darin ein zusätzliches Kostenrisiko.

Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Bundestags, Erwin Rüddel (CDU), spricht sich in der Südwestpresse für eine Deckelung der Pflegeheimkosten für die Bewohner aus. Die Finanzierung müsse "über Steuermittel oder steigende Beiträge zur Pflegeversicherung erfolgen".

Der Sozialverband VdK hatte ausgerechnet, dass Heimbewohner im Schnitt 587 Euro für die Pflegekosten aus eigener Tasche zahlen. Hinzu kommen Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten. Daraus ergeben sich eine monatliche Gesamtbelastung von 2278 Euro.

Der Gesundheitsausschussvorsitzende Erwin Rüddel wird auch auf der Altenheim EXPO 2018 - dem Strategiekongress für Betreiber, Planer und Investoren am 19. und 20. Juni in Berlin sein.

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