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08. Jun 2018 | Pflege und Politik

8-Punkte-Plan zur Pflege in Hessen

Der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen hat einen 8-Punkte-Plan zur Pflege in Hessen vorgelegt. "Wir brauchen eine Pflegepolitik, die den aktuellen und kommenden Herausforderungen gerecht wird", sagte der Landesvorsitzende Paul Weimann vor mehr als 4000 Teilnehmern des VdK-Landestreffens auf dem Hessentag in Korbach.

Der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Hessen-Thüringen, Paul Weimann. Foto: VdK Hessen-Thüringen

So fordert der VdK den Auf- und Ausbau der Pflegestützpunkte für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen. Zwar wurden in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt in Hessen mittlerweile mindestens ein Pflegestützpunkt eingerichtet. Doch zeigt sich, dass die bestehenden 28 Stützpunkte und Beratungsstellen den Informationsbedarf nicht decken.

Zudem sollten Pflegekräfte ab sofort einen Stundenlohn erhalten, der deutlich über dem vereinbarten Mindestlohn liegt und der Pflegeschlüssel müssen in Einrichtungen, in denen Menschen mit Demenz leben deutlich erhöht werden. "Um die Arbeitsbedingungen in den Pflegeeinrichtungen zu verbessern, muss ein am tatsächlichen Bedarf orientierter Pflegeschlüssel geschaffen werden, insbesondere auch nachts", heißt es in dem Positionspapier.

Außerdem fehlen barrierefreie Neubauten und der barrierefreien Ausbau von vorhandenen Gebäuden müsse verstärkt werden, damit Menschen zu Hause gepflegt werden können. Nach Angaben des Kuratoriums Deutsche Altershilfe fehlen in Hessen 77000 barrierefreie Wohneinheiten.

Erst vor kurzem hat das Land Hessen die Pflegeunterstützungsverordnung erlassen, die regeln soll, welche Entlastungsangebote für Pflegebedürftige und Pflegende zu deren Unterstützung im Alltag anerkannt werden. Da das Pflegestärkungsgesetz III vorsieht, dass auch Menschen mit Pflegegrad 1 der sogenannte "Entlastungsbetrag" in Höhe von 125 Euro im Monat zusteht, hat sich der Bedarf an diesen Leistungen deutlich erhöht. Aber gerade auf dem Land gibt es dafür kaum Anbieter. Der VdK fordert mehr Entlastungsangebote für Pflegebedürftige in Hessen.

Ein anderer Punkt ist Rehabilitation vor Pflege. Senioren haben zwar einen Rechtsanspruch auf geriatrische Rehabilitationsmaßnahmen, und zwar vorrangig vor Pflegeleistungen. Allerdings gibt es zurzeit in ganz Hessen nur zwei Kliniken, die geriatrische Reha-Leistungen ambulant und stationär anbieten. Das müsse sich ändern.

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