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09. Nov 2022 | News

Projekt „Klimaschutz in Caritas und Diakonie“ geht an den Start

Der „Plan B“ wird nun doch nicht gebraucht: Nachdem das Bundesministerium für Wirtschaft im Juli zunächst die Finanzierung für einzelne „innovative Klimaschutzprojekte“ gestrichen hatte, kam doch die Kehrtwende. Nun kann, wenn auch mit deutlicher Verspätung, das Projekt „Klimaschutz in Caritas und Diakonie“ an den Start gehen. Damit wollen die beiden kirchlichen Wohlfahrtsverbände möglichst viele ihrer Einrichtungen und Dienste so schnell wie möglich klimaneutral machen.

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Viele Pflegeheime sind energieintensive Gebäude, bei denen mit Modernisierungsmaßnahmen oftmals erhebliche CO2-Reduktionen und Energieeinsparungen möglich wären.
Foto: AdobeStock/Peter Atkins

Seit Ende 2020 arbeiten Caritas und Diakonie an dem Projekt, für das bereits vor dem vorübergehenden Förderstopp 100 Piloteinrichtungen ausgesucht wurden. Das Ministerium gibt Geld für die Nationale Klimaschutzinitiative, aus der die finanzielle Förderung kommen soll. Die Mittel sind dazu gedacht, an den Standorten Klimaberaterinnen und -berater auszubilden und ein Klimamanagement einzuführen. Zudem sollen Handlungsleitlinien für die Bereiche Immobilien, Mobilität und Beschaffung erarbeitet sowie eine abgestimmte Klimaschutz-Strategie in Caritas und Diakonie entwickelt werden.

Eigentlich sollte das auf drei Jahre angelegte Programm schon im Juli starten, doch noch ist offen, wann es wirklich losgehen kann. „Aktuell befinden wir uns immer noch im Antragsstellungsverfahren, nachdem der Förderstopp aufgehoben worden ist“, sagt Christopher Bangert, Leiter des Referats Sozialwirtschaft der Caritas: „Der Ausgang und insbesondere der Starttermin ist also immer noch ungewiss.“ Das Projektkonzept sei unverändert. Er gehe davon aus, dass die meisten Pilotstandorte dabei bleiben.

Caritas und Diakonie gehören laut Bangert zu den großen Immobiliennutzern, denen auch viele Gebäude gehören. „Es handelt sich überwiegend um energieintensive Gebäude, bei denen mit Modernisierungsmaßnahmen oftmals erhebliche CO2-Reduktionen und Energieeinsparungen möglich wären“, sagt er. Deshalb brauche es für beide Verbände einen ganzheitlichen Vorstoß, „der auf die Veränderung von Bewusstsein, Strukturen, Abläufen und Finanzierungsmöglichkeiten abzielt und in die ganze verbandliche Breite wirkt“.

Beide Verbände setzen auf eine bundesweite Gesamtstrategie. Ziel sei unter anderem die Einführung eines Klimamanagements auf Einrichtungsebene. In je 50 Einrichtungen von Caritas und Diakonie sollen im Rahmen des Projekts die entsprechenden Prozesse erprobt werden.

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