Created with Sketch.

11. Jul 2022 | News

AOK: Tariftreue wird steigen

Ab September werden Erkenntnissen des AOK-Bundesverbands zufolge fast vier Fünftel der Pflegeeinrichtungen in Deutschland ihre Beschäftigten nach Tarif oder auf vergleichbarer Basis bezahlen.
Tarif_AdobeStock TMC-Fotografie_de
Immer mehr Einrichtungen passen ihre Vergütung dem Tarif an.
Foto: AdobeStock/TMC-Fotografie

25 Prozent der Heime und ambulanten Pflegedienste zahlten jetzt schon nach Tarif, weitere 53 Prozent hätten den Pflegekassen gemeldet, sie würden entsprechend des Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetzes (GVWG) nachziehen, teilte die AOK am Montag in Berlin mit.

Etwa 22 Prozent der Pflegeeinrichtungen hatten der AOK zufolge den Pflegekassen bis zum 30. April noch nicht mitgeteilt, wie sie künftig bezahlen wollen. Von denen, die Rückmeldungen gegeben haben und bislang nicht nach Tarif zahlen, wollten das auch künftig nur ein Drittel tun. Die anderen zwei Drittel wollten die Entgelte ihrer Beschäftigten an regional üblichen tariflichen Lohnniveaus orientieren. Dabei handele es sich um tarifliche Durchschnittswerte von Stundenlöhnen von Vollzeitbeschäftigten für verschiedene Beschäftigtengruppen.

Ab dem 1. September 2022 müssen laut GVWG Pflegeanbieter entweder Tariflöhne zahlen oder die Bezahlung ihrer Beschäftigten an entsprechenden Tarifverträgen oder kirchlichem Arbeitsrecht orientieren. Andernfalls können sie ihre Leistungen bei der Pflegeversicherung nicht weiter abrechnen.

Die AOK warnte vor steigenden Kosten durch die gesetzliche Vorschrift. Höhere Löhne führten zu höheren Kosten, sagte AOK-Vorständin Carola Reimann: „Es besteht die Gefahr, dass sie in Form höherer Eigenanteile auf die Pflegebedürftigen abgewälzt werden.“

 

Was bei den Pflegesatzverhandlungen vor dem Hintergrund des GVWG aktuell zu berücksichtigen ist, erfahren Sie im Altenheim Webinar Spezial am 2. August.

Zeitschriftenabo

Altenheim

Altenheim ist die Fachzeitschrift für Träger, Heimleitungen und leitende Mitarbeiter/innen der teilstationären und stationären Altenhilfe. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Einrichtung zu wirtschaftlichem Erfolg führen, zukunftsfähige Personalkonzepte entwickeln, das passende Betreuungskonzept für Ihre Bewohner finden und rechtlichen Entscheidungen wie politischen Entwicklungen am besten begegnen.

Das Abonnement beinhaltet neben Ihrer Zeitschrift Altenheim einen Zugang für bis zu 24 Webseminare im Jahr zu aktuellen Managementthemen in der stationären Pflege. Unter www.webinare.altenheim.net erhalten Sie so zweimal im Monat die Gelegenheit, sich mit Experten aus der Branche auszutauschen.

Alle Abomodelle im Überblick

Erscheinungsweise: Monatlich | 12 Ausgaben im Jahr

Jahresabonnement
Print & Digital

Sie erhalten Ihr Fachmagazin Altenheim sowohl als gedruckte wie auch als digitale Version.

Ihre Vorteile:

  • Voller Komfort und Flexibilät für Ihren Informationsbedarf
  • Umfassender Überblick mit der Printausgabe
  • Archiv mit Suchfunktion, sowie Speicherung und Weiterleitung mit dem Digitalen Zugang

Jahresabonnement
Print

Sie erhalten Ihr Fachmagazin Altenheim als gedruckte Ausgabe per Post zugeschickt.

Ihre Vorteile:

  • Aktuelle Fachinformationen und Tipps für Ihr Management auf 64 Seiten
  • Umfassender Überblick zum aktuellen Branchengeschehen
  • Druckfrisch und sofort griffbereit, exklusiv für Sie

Jahresabonnement
Digital

Entdecken Sie Altenheim als digitale Ausgabe auf Ihrem Smartphone, Tablet oder PC.

Ihre Vorteile:

  • Jederzeit online abrufbar und von überall nutzbar
  • Archiv mit Suchfunktion nach bestimmten Themen oder Artikeln über alle Ausgaben seit Abobeginn
  • Speicherung und Weiterleitung interessanter Artikel im PDF-Format

* Abonnement jederzeit kündbar bei anteiliger Rückerstattung des Betrages


Das könnte Sie auch interessieren!

1 Kommentare

Sie sind aktuell nicht eingeloggt.

Um einen Kommentar zu verfassen, melden Sie ich bitte an.

Login

Unbekannter Nutzer

15. Jul 2022

Beitrag " Tariftreue wird steigen ... Die AOK Vorsitzende C. Reimann befürchtet u.a. es bestünde die Gefahr, durch tarifliche Löhne in der Pflege würden die Eigenanteile der Pflegebedürftigen steigen....auf die zu Pflegenden abgewälzt.... Diese Gefahr besteht natürlich , denn wohl alle Arbeitgeber , auch und gerade die Pflegekonzerne sind den Aktionären verpflichtet NICHT den Pflegebedürftigen und NICHT den Pflegekräften. Frau C.Reimann braucht sich jedoch über ihre persönliche Pflege im Alter mit hoher Sicherheit KEINERLEI Gedanken zu machen. Ihre AOK Kollegin in Bayern streicht jährlich ca. 300 000, 00 EURO Jahressalär, mit automatischer jährlicher Erhöhung, ein... Diese unmoralischen Gehälter, oder bei Abgeordneten Diäten, sind ein Skandal ohne Beispiel....gerade bei den Vorstandsmitgliedern der AOK. Siehe für jeden einsehbar.... unter www.gbe-bund.de oder Bundesministerium für Gesundheit der Würdenträger aus Politik und gesetzlichen Krankenkassen !!

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Ok