Created with Sketch.

04. Mai 2022 | News

Grundstücksvergabe: Werden private Träger ausgeschlossen?

Aufregung im Land Berlin: Werden private Träger von der Grundstückvergabe ausgeschlossen? Das zumindest meint die Landesgruppe des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa).
Immobilien_AdobeStock_60651496_Eisenhans
In Berlin sollen soziale Angebote wie Tagespflegen und betreutes Wohnen gestärkt werden. Das Land vergibt dafür landeseigene Grundstücke, allerdings nur an gemeinnützige Träger, wie der bpa bemängelt.
Foto: AdobeStock/Eisenhans

Derzeit vergibt der Senat zahlreiche landeseigene Grundstücke, die bisher für Einfamilienhäuser vorgesehen waren. So soll das soziale Angebot in Berlin gestärkt werden. Eine Vergabe soll ausschließlich an gemeinnützige Träger erfolgen. „Die Vergabe an das Kriterium der steuerlich anerkannten Gemeinnützigkeit zu knüpfen, schließt die Hälfte der sozialen Anbieter in Berlin einfach aus“, kritisiert der Berliner bpa-Landesvorsitzende Oliver Stemmann in einer aktuellen Pressemitteilung. Schließlich sorgten private Träger für etwa die Hälfte der Angebote für ältere und pflegebedürftige Menschen oder für Menschen mit Behinderungen.

Vergabe ohne transparentes Ausschreibungsverfahren?
Stemmann hält die Vergabe von Gemeinschaftseigentum ohne ein transparentes Ausschreibungsverfahren für rechtlich höchst fragwürdig. Schließlich soll lediglich ein Fachbeirat anhand vorgelegter Konzepte über die Verteilung der Grundstücke entscheiden, wie das Land Berlin mitteilt. Die Flächen eigneten sich zum Beispiel für Angebote der Tagespflege oder des betreuten Wohnens. Bei der Auswahl solle letztlich die Qualität der Konzepte entscheidend sein. „Wenn der Senat wirklich die besten Konzepte sucht, sollte er auch allen Trägern zuhören und nicht die Privaten grundlos ins Abseits stellen. Wer nur mit einer Hälfte der Träger spricht, bekommt auch nur begrenzte Impulse für die zukünftige soziale Versorgung in Berlin“, so Stemmann. Der bpa fordert, auch private Träger in die Vergabe der Grundstücke sowie in zukünftige ähnliche Verfahren aufzunehmen.

CARE Monitor 2021

Downloads

Care Monitor 2021

Sie erkennen Herausforderungen, Sie entwickeln Strategien und Sie nutzen Chancen für Ihre Einrichtungen in der Pflegewirtschaft in Deutschland? Im Management von Einrichtungen der Pflege unterstützt Sie dabei die Reihe CARE Monitor. Der Branchendienst CARE Invest und die Unternehmensberatung Roland Berger stellen mit dem CARE Monitor ein neues Branchen­barometer vor, das regelmäßig auf Jahresbasis die relevanten Trends, Themen und Herausforderungen aufgreift. Die zweite Befragung dieser Reihe hat ebenfalls das Thema COVID-19 im Blick. Aber es geht auch um langfristige Trends im Bereich Pflege. Vom Fachkräftemangel über die notwendige Digitalisierung bis zu Nachhaltigkeit und ESG-Regeln. So erhalten Sie ein schlüssiges Bild, was die Pflegeszene aktuell bewegt und wohin sie sich entwickelt. Nutzen Sie die Erkenntnisse der repräsentativen Studie, um bestens informiert den Wandel in Ihrer Einrichtung zu gestalten. Aus dem Inhalt: - Trends in der Pflege - Fokusthema: Wirtschaftlichkeit - Fokusthema: Ergebnisverbesserung - Fokusthema: Immobilie - Fokusthema: Personal - Fokusthema: Digitalisierung - Fokusthema: Nachhaltigkeit und ESG-Regeln

Das könnte Sie auch interessieren!

0 Kommentare

Sie sind aktuell nicht eingeloggt.

Um einen Kommentar zu verfassen, melden Sie ich bitte an.

Login
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Ok