Created with Sketch.

08. Mrz 2022 | Personal

DBfK: Berufsverbleib durch Gratifikationsschein sichern

Zum Weltfrauentag am 8. März skizziert der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) in einem Positionspapier, wie Pflegende in der Berufstätigkeit gehalten und die Attraktivität des Berufs gesteigert werden können. Der Verband spricht sich für einen Gratifikationsschein für Pflegeberufe aus. Er soll langjährige Arbeitsbelastungen abfedern und den Verbleib im Beruf ermöglichen.

Das vom DBfK vorgeschlagene Konzept sieht vor, dass Pflegende ein Anrecht darauf haben, ab dem 50. Lebensjahr ihre Arbeitszeit bei vollem Gehalt auf 35 Stunden pro Woche zu reduzieren.
Foto: Werner Krüper

In den Pflegeberufen arbeiten überwiegend Frauen – viele von ihnen in Teilzeit, um Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Studien zeigen außerdem, dass beruflich Pflegende aufgrund der Belastungen früher aus dem Beruf aussteigen, häufiger krankheitsbedingt ausfallen und ihre Arbeitszeiten reduzieren. Dies verschärfe den Personalmangel in der Pflege, ziehe das Risiko von Altersarmut nach sich und mache die Pflegeberufe unattraktiv, schlussfolgert der DBfK.  „Um diesen Phänomenen gegenzusteuern, wurden bereits Maßnahmen zur Prävention, Gesundheitsförderung und Rehabilitation auf den Weg gebracht“, erläutert DBfK-Präsidentin Christel Bienstein. „Dies muss weiter ausgebaut werden, denn wir brauchen mehr, um dem Pflegepersonalnotstand zu begegnen. Wir schlagen daher ein Instrument vor, das die Leistungen der professionell Pflegenden honoriert, ihre Belastungen kompensiert und sie im Alter finanziell absichert.“

Das vom DBfK vorgeschlagene Konzept sieht vor, dass beruflich Pflegende nach zehn Jahren Berufstätigkeit den Gratifikationsschein erhalten. Damit haben sie ein Anrecht darauf, ab dem 50. Lebensjahr ihre Arbeitszeit bei vollem Gehalt auf 35 Stunden pro Woche zu reduzieren, und sie erhalten fünf zusätzliche Urlaubstage. Außerdem sollen Rehabilitationsmaßnahmen und Kuren mit dem Schein unbürokratisch möglich werden, zusätzliche Rentenpunkte erworben und eine Anrechnung von häuslicher Care-Arbeit erfolgen. „Diese Anerkennung und Absicherung ist den Belastungen angemessen und macht den Beruf attraktiver. Beides ist dringend nötig, damit wir auch in Zukunft die pflegerische Versorgung in Deutschland sicherstellen können“, so Bienstein.

Das Positionspapier des DBfK mit allen Details zum Gratifikationsschein für Pflegeberufe finden Sie hier zum Download.

Nachtdienst in Pflegeeinrichtungen

Bücher

Nachtdienst in Pflegeeinrichtungen

Der Nachtdienst und die optimale Planung des Dienstes sind anspruchsvolle Aufgaben. Verantwortliche müssen wissen: Wie viele nächtliche Einsätze und Interventionen sind erforderlich? Wie viele Mitarbeiter mit welcher Qualifikation sind einzusetzen? Welche rechtlichen Regelungen zur Besetzung des Nachtdienstes greifen im Bundesland? Qualitätsexperte Michael Wipp und Rechtsanwalt Peter Sausen erläutern alle wichtigen arbeitsorganisatorischen und rechtlichen Fragen. In einem Beispiel-Konzept zeigen sie, was in einem einrichtungsinternen Konzept zu regeln ist. Nutzen Sie das Praxishandbuch, um - Interessen von Bewohner:innen und Mitarbeiter:innen zu berücksichtigen, - einrichtungsinternes Handeln zu hinterfragen, - die Arbeitsorganisation weiter zu optimieren, - knappe Personalressourcen zielgerichtet einzusetzen, - rechtssicher zu planen. Der ideale Praxisbegleiter zum Thema Nachtdienst. Für alle, die für den Nachtdienst Verantwortung tragen oder im Nachdienst arbeiten.

Das könnte Sie auch interessieren!

0 Kommentare

Sie sind aktuell nicht eingeloggt.

Um einen Kommentar zu verfassen, melden Sie ich bitte an.

Login
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Ok