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21. Jan 2022 | Corona

Köpping: Viele Pflegekräfte warten auf Impfstoff Novavax

Trotz einrichtungsbezogener Impfpflicht ab dem 15. März sind aktuell bis zu 15 Prozent der sächsischen Pflegekräfte sind nicht sicher, ob sie sich noch impfen lassen sollen. Sachsens Gesundheitsministerin Köpping verspricht jedoch, dass schlagartige Kündigungen nicht nötig sein werden.

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Dass schlagartig ungeimpfte Pflegekräfte ab dem 15. März gekündigt werden müssen, werde es in Sachsen nicht geben, versprach Sachsens Sozialministerin Köpping bei ihrem Besuch in Delitzsch.
Foto: Sozialministerium Sachsen

Knapp zwei Monate vor Beginn der berufsbezogenen Impfpflicht sind sich in Sachsen immer noch viele Pflegekräfte unsicher, ob sie sich impfen lassen sollen. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sprach am 20. Januar beim Besuch eines Seniorenheims im nordsächsischen Delitzsch von bis zu 15 Prozent. In Krankenhäusern und Arztpraxen seien es jeweils zwischen 3 und 5 Prozent der Beschäftigten. Laut Köpping würden viele auf den Impfstoff von Novavax warten, dessen Auslieferung sich jedoch verzögern soll. Der Impfstoff ist proteinbasiert und beruht auf einer anderen Technologie als die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna.

Im Seniorenzentrum Delitzsch-Beerendorf der Arbeiterwohlfahrt (AWO) haben sich bisher 85 Prozent der Belegschaft für die Impfung entschieden. „Ich kann die Skepsis vor den Impfstoffen verstehen. Aber man muss auch sehen, dass gerade Senioren geschützt werden müssen, weil deren Immunantwort oftmals nicht mehr so gut wie die von jungen Menschen ist“, sagte Pflegedienstleiterin Anke Tost. Gerade mit den bisher ungeimpften Pflegerinnen und Pflegern sei man deshalb immer wieder im Gespräch, betonte Christian Schulze, der Leiter des Seniorenzentrums.

Gespräche mit dem ungeimpften Personal soll es auch geben, wenn die Impfpflicht für Gesundheitswesen und Pflege am 15. März in Kraft tritt. Dass schlagartig jemandem gekündigt werden müsse, werde es in Sachsen nicht geben, versprach Köpping beim Besuch in Delitzsch. Die Ministerin sprach von einem möglichen „Spielraum“, in dem es noch einmal Befragungen und Gespräche mit den Betroffenen geben könne. Am entsprechenden Erlass zur Umsetzung der Impfpflicht werde derzeit gearbeitet. Köpping warb zudem für bundeseinheitliche Regeln. Dazu sei man bereits in der Abstimmung mit den Ländern.

In Sachsen arbeiten aktuell etwa 300 000 Menschen im medizinischen und pflegerischen Bereich. Davon sind nach Angaben der Ministerin rund 65 Prozent geimpft. In Delitzsch zeigte sie sich angesichts dieser Quote besorgt und betonte zugleich: "Im Moment entsteht der Eindruck, dass die betroffenen Menschen anders betrachtet werden, als sie es verdient hätten." Es sei gerade seit Beginn der Corona-Pandemie Großartiges geleistet worden.

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