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19. Jan 2022 | News

AOK: Covid-19-Krankmeldungen oft in der Altenpflege

Eine aktuelle Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt, dass im Zeitraum von März 2020 bis November 2021 von den 13,4 Millionen bei der AOK versicherten Erwerbstätigen knapp 700.000 Beschäftigte mindestens eine Krankschreibung wegen Covid-19  erhielten. Vor allem Beschäftigte in den Branchen Altenpflege und Erziehung waren von Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19 betroffen.


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Positiv und erkrankt: Vor allem Beschäftigte in den Branchen Erziehung und Altenpflege waren von Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19 betroffen
Foto: AdobeStock/marek

So gab es im bisherigen Verlauf der Pandemie 8.141 Krankschreibungen je 100.000 AOK-Mitglieder in den Berufen der Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege und 7.515 Krankschreibungen je 100.000 AOK-Mitglieder in der Altenpflege. Aber auch Berufe in der "nicht-ärztlichen Therapie und Heilkunde", zu denen beispielsweise Physio- oder Ergotherapeuten gehören (7.438 je 100.000 AOK-Mitglieder), in Arzt- und Praxishilfe (7.323 je 100.000 AOK-Mitglieder) sowie in Gesundheits- und Kranken-pflege, Rettungsdienst und Geburtshilfe (7.248 je 100.000 AOK-Mitglieder) hatten auffallend hohe Fehlzeiten im Zusammenhang mit Covid-19.

Die niedrigsten Covid-19-bedingten Fehlzeiten wiesen dagegen die Berufe in der Landwirtschaft (1.270 je 100.000 AOK-Mitglieder), der Gastronomie (2.184 je 100.000 AOK-Mitglieder) und der Hotellerie (2.641 je 100.000 AOK-Mitglieder) auf.

Die isolierte Betrachtung des Monats November 2021 macht eine Verschiebung bei den betroffenen Berufsgruppen deutlich: In den "Top 20" finden sich nun nicht nur die Berufe der Erziehung und der Altenpflege, sondern auch Beschäftigte aus den Berufen der Fahrzeug-, Luft-, Raumfahrt- und Schiffbautechnik, der Metallverarbeitung sowie aus Maschinenbau und Betriebstechnik. Auch Berufe der Ver- und Entsorgung sind mit 1.303 Erkrankten je 100.000 AOK-Mitglieder relativ stark betroffen.

"Die Daten aus dem November 2021 zeigen, dass infolge der aktuellen Omikron-Welle eine flächendeckende Betroffenheit in einer Vielzahl von verschiedenen Berufsgruppen zu erwarten ist. Auch in den technischen Berufen sind die Fehlzeiten stark angestiegen. Es sind gemeinsame Anstrengungen notwendig, damit die Beschäftigten gerade auch in diesen Teilen der kritischen Infrastruktur weiterhin gesund und arbeitsfähig bleiben", so Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO.

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