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16. Aug 2021 | Corona

Bayern: Auffrischungsimpfungen sind ab sofort möglich

In Bayern sind Corona-Auffrischungsimpfungen für bestimmte Gruppen ab sofort möglich und sollen vor allem in den Pflegeeinrichtungen beginnen. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek sagte heute: „Die Impfzentren und die niedergelassenen, behandelnden Ärzte können in Bayern schon jetzt Auffrischungsimpfungen anbieten. Dabei sollten sich die Ärzte und die Impfzentren – diese vor allem mit ihren mobilen Teams – zunächst auf die Pflegeeinrichtungen konzentrieren, denn dort leben die Menschen, die zuerst geimpft wurden.“

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Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek ermuntert auch alle Pflegekräfte in den Einrichtungen, die noch nicht geimpft sind, sich unbürokratisch mitimpfen zu lassen, wenn ein mobiles Team für Auffrischungen vorbeikommt.
Foto: STMGP

Nach dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom 9. August richten sich die Drittimpfungen zunächst insbesondere an Bewohner:innen von Pflegeeinrichtungen sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen, an Patient:innen mit Immunschwäche oder Immunsuppression, an Pflegebedürftige in ihrer eigenen Häuslichkeit und an Menschen ab 80 Jahren. Dabei sollen sie zunächst durch ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte eine Auffrischungsimpfung erhalten. Die staatlichen Angebote für Auffrischungsimpfungen sind hier ergänzend vorgesehen. Voraussetzung ist zudem, dass die Zweitimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt. Vorgesehen ist ein mRNA-Impfstoff, unabhängig davon, mit welchem Impfstoff die erste Impfserie abgeschlossen wurde.

Der Minister wirbt zudem weiterhin für Erst- und Zweitimpfungen für alle, die noch nicht geimpft oder unentschlossen sind. Holetschek bekräftigte: „Die Auffrischungsimpfungen werden nicht zu Lasten der Erst- und Zweitimpfungen gehen. Wir haben genügend Impfstoff. Erstimpfungen haben weiterhin höchste Priorität! Daher ermuntere ich auch alle Pflegekräfte in den Einrichtungen, die noch nicht geimpft sind, sich unbürokratisch mitimpfen zu lassen, wenn ein mobiles Team für Auffrischungen vorbeikommt.“

Auch Brandenburg bereitet sich vor
Menschen, die besonders durch Covid-19 gefährdet sind, können in Brandenburg ab September eine Corona-Auffrischungsimpfung erhalten, wenn die letzte Impfung sechs Monate zurückliegt. Das Land bereitet die Immunisierung für Pflegebedürftige, Menschen ab 80 Jahren und andere besonders Gefährdete derzeit in Absprache mit den Pflegeeinrichtungen und der Kassenärztlichen Vereinigung vor, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Ministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) äußerte mit Blick auf die Auffrischungsimpfungen: "Länder wie beispielsweise Israel, die früh viele Menschen geimpft hatten, zeigen jetzt, dass die Wirkung des Impfstoffes von Biontech nachlassen kann". Darauf müsse man sich jetzt vorbereiten. Es sei keine Zeit zu verlieren, deswegen stimme man sich ab, wie die Auffrischimpfung organisiert und am besten vorgenommen werden kann.

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