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22. Nov 2021 | Corona

Diakonie und Caritas für Impfpflicht in sensiblen Bereichen

Führende Vertreter kirchlicher Wohlfahrtsverbände haben sich für eine Impfpflicht bei Menschen ausgesprochen, die in sensiblen Bereichen wie der Pflege, Behindertenhilfe oder in Kitas arbeiten. Eine Impfpflicht solle dabei alle in den Einrichtungen zum Einsatz kommenden Berufsgruppen erfassen.

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Diakonie und Caritas sprechen sich für eine Impfpflicht in sensiblen Bereichen wie in der Pflege oder in Kitas arbeitenden Berufsgruppen aus.
Foto: AdobeStock/Fokussiert

Der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, hat sich für eine Impfpflicht des Personals von Alten- und Pflegeheimen, Behinderten-Einrichtungen und Kindergärten ausgesprochen. „Ich bin für eine Impfpflicht für alle Menschen, die in diesen Einrichtungen arbeiten", sagt Lilie im phoenix-Interview. Dabei trage nicht nur das Pflegepersonal Verantwortung, sondern auch Reinigungskräfte oder das Küchenpersonal. Die Zahlen der Todesopfer dürften nicht auf fatale Art und Weise in die Höhe schnellen. "Wir müssen jetzt handeln, wenn wir nicht einfach sehenden Auges in Kauf nehmen wollen, dass Debatten geführt werden, während jeden Tag ein Flugzeug abstürzt mit Menschen, die das mit ihrem Leben bezahlen", so Lilie. Mit der Einführung der Impfpflicht hofft er darauf, dass "moralisierende Diskussionen" überflüssig werden: "Wir haben nun wirklich Evidenzen, wir haben Zahlen. Wir sollten eine rationale Diskussion führen."

Auch die Präsidentin des deutschen Caritasverbandes, Eva Maria Welskop-Deffaa, hat sich für eine Impfpflicht in sensiblen Bereichen ausgesprochen - vor allem in der Pflege und in Kitas. Man müsse in Sachen Impfung zwar so lange wie möglich auf Freiwilligkeit setzen, jetzt habe sich die Lage aber umgekehrt, sagte sie im Interview mit dem Radiosender SWR2 am Samstag, 20.11., mit Blick auf die rasant steigenden Corona-Zahlen. Bei einer Impfpflicht dürfe aber nicht nur auf Pflegeberufe geschaut werden, mahnte Welskop-Deffaa. Als weitere Beispiele für eine Impfpflicht nannte sie Berufe, die stark in Kontakt mit Menschen kommen, die aus gutem Grund nicht geimpft seien - also vor allem Kinder unter fünf Jahren, für die es auf absehbare Zeit noch keinen Impfstoff gibt.

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