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26. Jan 2021 | Corona

Astrazeneca: BMG weist Berichte zurück

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn setzt auf baldige Klarheit über die Einsatzmöglichkeiten für den Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca. Bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA und der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (RKI) würden derzeit Daten ausgewertet, sagte der CDU-Politker am Dienstag im ZDF.


Spahn
Muss sich zur Wirksankeit des Impfstoffes Astrazeneca äußern: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).
Foto: BMG

Mit einer Entscheidung der EMA über eine Zulassung des Präparats für die EU wird für diesen Freitag gerechnet. Berichte über eine angeblich geringere Wirksamkeit des Impfstoffs bei über 65-Jährigen wies das Ministerium zurück. Die Berichte könne man nicht bestätigen.

Das "Handelsblatt" berichtete, nach Angaben aus Koalitionskreisen rechne die Bundesregierung nur mit einer Wirksamkeit von acht Prozent bei über 65-Jährigen. Auch die "Bild"-Zeitung berichtete darüber.

Das Ministerium erklärte dazu, auf den ersten Blick scheine es so, dass Dinge verwechselt würden: Rund acht Prozent der Probanden der Astrazeneca-Wirksamkeitsstudie seien zwischen 56 und 69 Jahre alt gewesen, nur 3 bis 4 Prozent über 70 Jahre. Daraus lasse sich aber nicht eine Wirksamkeit von nur acht Prozent bei Älteren ableiten. Es sei seit Herbst bekannt, dass in den ersten eingereichten Studien von Astrazeneca weniger Ältere beteiligt gewesen seien als bei Studien anderer Hersteller. Auch der britisch-schwedische Konzern selbst widersprach Darstellungen, dass die Wirksamkeit seines Impfstoffs bei Menschen über 65 Jahren angeblich nur bei acht Prozent liege. Diese Berichte seien komplett falsch, teilte ein Sprecher am Dienstag mit.

Für Corona-Impfungen zugelassen sind hierzulande bisher zwei Impfstoffe - das Präparat der Hersteller Biontech und Pfizer, für das sich Deutschland bisher mehr als 90 Millionen Dosen gesichert hat, sowie das Präparat des Herstellers Moderna mit 50 Millionen gesicherten Dosen. Für den Impfstoff von Astrazeneca hat sich Deutschland rund 56 Millionen Dosen über eine gemeinsame EU-Bestellung gesichert.

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