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23. Dez 2020 | Pflege und Politik

Paritätischer fordert externes Personal für Tests von Pflegekräften

Der Paritätische Gesamtverband fordert Personal von außen für Corona-Tests beim Personal in Heimen und ambulanten Pflegediensten. In einem Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) heißt es, man brauche eine "nationale Kraftanstrengung". Die neu beschlossene verpflichtende Testung mehrmals pro Woche für Pflegekräfte sei nur verlässlich umzusetzen, wenn externes Personal wie beispielsweise vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK) oder Bundeswehrangehörige herangezogen würden.

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Um die neu beschlossene Testverordnung in der Pflege umzusetzen, braucht es mehr personelle Hilfe von außen.
Foto: AdobeStock/Marek
Das erklärte der Verband in seinem am 16. Dezember in Berlin veröffentlichten Schreiben. Die Testpflicht sei angesichts der hohen Infektionszahlen absolut nachvollziehbar. Aber die Einrichtungen und Dienste dürften damit nicht alleingelassen werden, erklärte der Verband. Die Lage sei dramatisch. Jeder fünfte an Covid-19 erkrankte Heimbewohner sterbe, schrieb Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider. Die Pflegenden arbeiteten seit mehr als neun Monaten am Limit und könnten die zusätzlichen Aufgaben bei den Tests vielerorts nicht mehr allein bewältigen.

Dies gelte umso mehr für die Weihnachtszeit, wenn mit zusätzlich Tests von Besucherinnen und Besuchern mehr Sicherheit geschaffen werden solle, heißt es in dem Schreiben. Unter dem Dach des Paritätischen sind rund 2.000 Pflegeeinrichtungen und Dienste organisiert.

Bund und Länder hatten die verpflichtenden Tests am 13. Dezember beschlossen. Der Bund übernimmt die Kosten, die Vorschriften erlassen die Länder. Auch andere Sozial- und Pflegeverbände warnen, es fehle an Kräften für die Tests für Personal und Besucher. Die Testpflicht könne deshalb im Ergebnis zu Besuchsverboten führen.

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