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SARS-CoV-2

Wie die Länder Schutzausrüstungen verteilen

02.04.2020
Fehlende Masken, Kittel, Handschuhe und Desinfektionsmittel sind neben dem Personalmangel in der Corona-Krise das größte Problem für die rund 14.500 Pflegeheime und 14.000 Pflegedienste im Land. 
Foto: Adobe Stock/Christian Schwier

Fehlende Masken, Kittel, Handschuhe und Desinfektionsmittel sind neben dem Personalmangel in der Corona-Krise das größte Problem für die rund 14.500 Pflegeheime und 14.000 Pflegedienste im Land.
Foto: Adobe Stock/Christian Schwier

In der Corona-Krise bemühen sich die Bundesländer neben den Lieferungen von Schutzmaterialien, die sie vom Bund erhalten, selbst um die Beschaffung von Masken und Schutzkleidung.

Die Ausrüstungen gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus werden an Kliniken, Ärzte und die Pflegeeinrichtungen verteilt, wie eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) ergab. Feste Kontingente für die Altenpflege gibt es dabei nicht.

Baden-Württemberg hat bereits vor einigen Wochen eine Task-Force eingerichtet, die mit Unternehmen kooperiert, um Bestellungen auf dem Weltmarkt zu überhöhten Preisen zu umgehen, wie das Sozialministerium erklärt. Das Land erwartet diesen Freitag 1,5 Millionen Masken und anschließend in Kooperation mit dem Autobauer Porsche 30 Millionen weitere.
Auch Bayern, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt geben an, dass die zuständigen Stellen selbst Schutzmaterialien einkaufen. Schleswig-Holstein baut eine Reserve auf, um in Notsituationen einspringen zu können. Eine generelle Abgabe aus dieser Reserve gebe es nicht, teilt das Gesundheitsministerium mit. In zwei Fällen wurde den Angaben zufolge bereits Nothilfe geleistet, damit die Pflegeeinrichtungen "weiter an der Versorgung teilnehmen können", also nicht wegen des Mangels an Schutzkleidung schließen mussten.
Fehlende Masken, Kittel, Handschuhe und Desinfektionsmittel sind neben dem Personalmangel in der Corona-Krise das größte Problem für die rund 14.500 Pflegeheime und 14.000 Pflegedienste im Land. Mitte März ist der Bund in die Beschaffung von Schutzmaterialien eingestiegen, die auch an die Pflegeeinrichtungen geliefert werden sollen. Drei Milliarden Euro stehen insgesamt bereit. Die Lieferungen des Bundes werden von den Ländern weiterverteilt.
Verteilschlüssel gibt es in Baden-Württemberg, wo 30 Prozent einer Lieferung an die Unikliniken, die Polizei und den Justizvollzug gehen, bevor die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen beliefert werden. Das Sozialministerium spricht von einer "Mangelverwaltung", die man bald aufzulösen hoffe. Auch Bremen verteilt nach einem Schlüssel an die verschiedenen Empfänger. Das Saarland ist der epd-Umfrage zufolge das einzige Land mit einem festen Kontingent von fünf Prozent der Materialien für die stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen. Die Regel ist, dass die Städte und Landkreise die Verteilung übernehmen und sich dabei nach Dringlichkeit und dem von den Einrichtungen und Trägern angemeldeten Bedarf richten. Alle Bundesländer setzen darauf, dass vor Ort am besten entschieden werden kann, wohin das knappe Material zuerst geliefert werden muss. Man sei sich der Probleme und Notlagen in den Pflegeeinrichtungen bewusst, versichern sämtliche Länderministerien. Doch eine Garantie für ausreichende Lieferungen an Schutzmaterialien für die Altenpflege kann derzeit kein Land geben.
Die Pflegeeinrichtungen müssen sich die Mangelware mit Kliniken, Gesundheitsämtern und niedergelassen Ärzten teilen. Bayern und Berlin geben an, dass sie derzeit die Altenpflege ebenso versorgen wie medizinische Einrichtungen - also nicht nachrangig. In Berlin werden diese Woche Schutzhandschuhe und einfache Masken an die Pflegeeinrichtungen verteilt. In Baden-Württemberg sollen die sicheren Atemfiltermasken vor allem Pflegeeinrichtungen zugeteilt werden. In Nordrhein-Westfalen ging eine erste Lieferung von Masken, Schutzkitteln, Handschuhen und Desinfektionsmitteln vorrangig an die Kliniken und Einrichtungen, in denen es bereits Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus gibt und wo an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankte Patienten behandelt werden.
Keine detaillierte Auskunft kam von Niedersachsen, Brandenburg, Thüringen, Hessen und Hamburg. Die Hansestadt erklärte lediglich, die Versorgung infizierter und alter Menschen habe Vorrang.

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