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Pflegebevollmächtigter legt Diskussionspapier zum Entlastungsbudget vor

Westerfellhaus: Viele sind kurz davor aufzugeben

12.02.2020
"Zu viele Antragsformulare, zu komplizierte Regelungen und zu schematische Angebote erschweren die Pflege zu Hause unnötig. Wir müssen die Bürokratie entschlacken und individuellere Leistungen ermöglichen, um hunderttausende pflegende An- und Zugehörige massiv zu unterstützen. Denn viele sind kurz davor, aus der Pflege zu Hause auszusteigen", so Andreas Westerfellhaus. Foto: Christian Ditsch

"Zu viele Antragsformulare, zu komplizierte Regelungen und zu schematische Angebote erschweren die Pflege zu Hause unnötig. Wir müssen die Bürokratie entschlacken und individuellere Leistungen ermöglichen, um hunderttausende pflegende An- und Zugehörige massiv zu unterstützen. Denn viele sind kurz davor, aus der Pflege zu Hause auszusteigen", so Andreas Westerfellhaus. Foto: Christian Ditsch

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, will den Leistungsdschungel in der häuslichen Pflege beenden. Am Mittwoch legte er in Berlin ein entsprechendes Diskussionspapier vor.

"Viele sagen mir: Ich verstehe es nicht. Ich gebe in dem Dschungel einfach auf. Und dann verzichten sie auf Leistungen, die ihnen eigentlich zustehen", sagte Westerfellhaus dem Evangelischen Pressedienst. Die Angehörigen hätten nicht die Kraft, sich auch noch in die Pflege-Bürokratie zu vertiefen: "Betreuungsleistungen, Sachleistungen, Verhinderungspflege, Tagespflege, Nachtpflege - das sind unter Umständen mehr als 20 Anträge. Das ist viel zu kompliziert", so der Staatssekretär. 

Seinem Konzept zufolge soll es künftig nur noch zwei Töpfe geben, aus denen Mittel abgerufen werden können: ein Budget für die eigentlichen Pflegeleistungen und ein anderes für die Entlastung der Pflegepersonen. Die Familien könnten dann entscheiden, was sie gerade brauchen. Dabei soll ihnen ein unabhängiger Berater zur Seite stehen, wenn sie das wollten, erklärte Westerfellhaus. Es gehe dabei nicht darum, den Leistungsumfang der Pflegeversicherung auszuweiten, heißt es in der Pressemitteilung des Pflegebevollmächtigten. Ziel sei es lediglich, den Zugang zu Leistungen zu vereinfachen, sodass die Entlastungsleistungen nicht länger bei den Pflegekassen liegenblieben, sondern von den Angehörigen auch tatsächlich genutzt würden. 

Der Sozialverband VdK Deutschland sieht in dem Vorschlag gute Chancen für deutliche Vereinfachungen bei der häuslichen Pflege. Der Bürokratiedschungel, unter dem viele pflegende Angehörige litten, könnte sich lichten, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.Der Verbraucherzentrale Bundesverband forderte hingegen eine Erweiterung des Leistungskataloges: Auch digitale Assistenten wie Abschaltvorrichtungen für den Herd sollten von den Pflegekassen bezahlt werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte angekündigt, in der ersten Jahreshälfte Vorschläge zur künftigen Finanzierung der Pflegeversicherung zu machen. Von einem vereinfachten Zugang zu Leistungen verspricht sich Westerfellhaus, dass die Menschen selbstbestimmt entscheiden können, wie sie die Pflege zu Hause organisieren wollen, sodass Bedarfe klarer erkennbar würden. "Diese Diskussion muss geführt werden, bevor wir die Finanzierung der Pflegeversicherung neu aufstellen!" betonte der Staatssekretär.

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