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Vereinigung der Pflegenden in Bayern

VdPB wählt neues Präsidium

02.04.2019
Bayerns Gesundheit- und Pflegeministerin Melanie Huml und Gründungspräsident Georg Sigl-Lehner. Foto: STMGP

Bayerns Gesundheit- und Pflegeministerin Melanie Huml und Gründungspräsident Georg Sigl-Lehner. Foto: STMGP

Die Arbeit in der Pflege muss deutlich attraktiver werden, fordert der Gründungspräsident der Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB), Georg Sigl-Lehner. Dabei hält er nicht nur bessere Bezahlung für notwendig. Es komme auch viel zu oft vor, dass Pflegekräfte aus ihrer Freizeit geholt werden, weil Personal ausfällt.
 

Gegen solche Missstände vorzugehen, werde eine wichtige Aufgabe der VdPB sein, die am Mittwoch (3. April) ein neues Präsidium wählt. "Da muss sehr schnell etwas passieren", sagte Sigl-Lehner.
 
  Die Vereinigung ist im April 2017 durch einen Beschluss des Landtags ins Leben gerufen worden. Mit den Gremienwahlen, die jetzt anstehen, soll die Gründungsphase enden. Danach soll die VdPB beginnen, kontinuierlich die Interessen der Pflegekräfte im Freistaat zu vertreten. Wichtig sei dabei eine gründliche Bestandsaufnahme, sagte
 die Vizepräsidentin Agnes Kolbeck. Denn es sei keineswegs klar, in welchen Teilen Bayerns die Probleme besonders groß sind. Daher müsse eine Frage geklärt werden: "Wie viel Pflege brauchen wir wo?"
 
 Die VdPB hat eine konfliktreiche Gründungsgeschichte hinter sich. Der damalige Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) hatte sich im Jahr 2011 für die Gründung einer Pflegekammer eingesetzt, in der alle Pflegekräfte Pflichtmitglieder sein sollten. Allerdings hatten unter anderem die Gewerkschaft Verdi und die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft von Anfang an Widerstand gegen eine Kammer mit Pflichtbeiträgen geleistet. Die Staatsregierung hat schließlich ihre Unterstützung einer Pflegekammer aufgegeben und hat 2016 die VdPB auf den Weg gebracht. Dort ist die Mitgliedschaft kostenlos, sie hat die Rechtsform einer Körperschaft des öffentlichen Rechts und finanziert sich aus Staatsgeldern.
 
 Der Verband werde aber eine unabhängige Stimme der Pflege sein, versichert der Gründungspräsident Sigl-Lehner. Der Bayerische Landespflegerat, in dem 17 Organisationen aus dem Bereich der Pflege zusammengeschlossen sind, fordert gleichzeitig weiter die Errichtung einer Pflegekammer und lehnt die VdPB ab.
 

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