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Geschwindigkeitsbegrenzung

Tempo 30 vor Altenheimen

05.01.2018
Viele Städte und Gemeinden in Sachsen-Anhalt wollen vor sozialen Einrichtungen, wie Altenheimen, mehr Tempo-30-Zonen einrichten. Foto: AdobeStock/ animaflora

Viele Städte und Gemeinden in Sachsen-Anhalt wollen vor sozialen Einrichtungen, wie Altenheimen, mehr Tempo-30-Zonen einrichten. Foto: AdobeStock/ animaflora

Unfälle vor dem Seniorenheim oder der Kita sollen in Sachsen-Anhalt künftig noch mehr als bisher vermieden werden. Helfen sollen zusätzliche Geschwindigkeitsbegrenzungen. Die neue Regelung ist bei den Kommunen sehr beliebt.

Viele Städte und Gemeinden in Sachsen-Anhalt wollen vor sozialen Einrichtungen mehr Tempo-30-Zonen einrichten. Nach Angaben des Landesverwaltungsamtes stellten sie bisher 123 entsprechende Anträge. Davon wurden 30 genehmigt, 93 Anträge sind in Bearbeitung, wie Präsident Thomas Pleye in Halle sagte. Mitte November hatte die Behörde mit 61 Anträgen erst halb so viele auf dem Tisch.

 Hintergrund der Antragsflut sind neue Regelungen. Sie ermöglichen es Kommunen, die Tempobegrenzung vor Kindertagesstätten, Schulen und Horten, Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Krankenhäusern für mehr Sicherheit vorbeugend zu beantragen.

Für einen Antrag auf Tempo 30 sei der Nachweis einer Häufung von Unfällen in diesem Bereich nicht mehr erforderlich, so Pleye. Zudem könnten auch Bürger eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde vor sozialen Einrichtungen beantragen. Gleichwohl werde unverändert jeder Einzelfall geprüft. Dabei geht es um die Frage, ob das Tempolimit tatsächlich einen deutlichen Sicherheitsgewinn zur Folge hat oder ob es nicht vielmehr zu einer ungewollten Verlagerung des Verkehrs führt - etwa durch Wohngebiete.

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