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Diakoniewerk Bethel verlässt Diakonie und Baptistenverband

Sozialunternehmen kommt Ausschluss zuvor

06.09.2018
Mit der Namensänderung in in "Gesundheitswerk Bethel Berlin" soll ein äußeres Zeichen für eine organisatorische Neuausrichtung gesetzt werden. Foto: Adobe Stock/Stihl024

Mit der Namensänderung in in "Gesundheitswerk Bethel Berlin" soll ein äußeres Zeichen für eine organisatorische Neuausrichtung gesetzt werden. Foto: Adobe Stock/Stihl024

Das wegen seines   Umgangs mit den eigenen Finanzen umstrittene Berliner Diakoniewerk Bethel verlässt den Diakonie-Dachverband und den Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland.

Die gemeinnützige GmbH ändere zudem ihren Namen in "Gesundheitswerk Bethel Berlin", teilte das Sozialunternehmen am Mittwoch (5.9.2018) in Berlin mit. Damit kommt der freikirchlich orientierte Träger dem endgültigen Ausschluss aus der Diakonie zuvor, der bei der Mitgliederversammlung des Diakonischen Werks Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am 20. September auf der Tagesordnung stehen sollte.

Die Namensänderung sei äußeres Zeichen für eine organisatorische Neuausrichtung, die in Verbindung mit der Beendigung der formalen Zugehörigkeiten zum Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (DWBO) und zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (BEFG) durch das Diakoniewerk Bethel stehe, heißt es in der Erklärung: "Die Mitglieder der Gremien bedauern das Ende der Mitgliedschaften im DWBO und BEFG."

Bei der Entscheidungsfindung der Gremien hätten die Interessen der Beschäftigten sowie der ambulant und stationär behandelten und betreuten Menschen im Mittelpunkt gestanden, hieß es weiter. Ziel sei auch eine "wirtschaftliche und inhaltliche Unabhängigkeit". Das Unternehmen ist Träger von 25 Einrichtungen mit rund 1 800 Beschäftigten in Medizin und Pflege. Die Namensänderung habe keinen Einfluss auf die Namen der zugehörigen Einrichtungen wie Kliniken, Seniorenzentren und Pflegedienste, die weiterhin kooperativ mit den evangelisch-freikirchlichen Gemeinden vor Ort zusammenarbeiten sollen.

Das Sozialunternehmen, das nichts mit den weitaus bekannteren traditionsreichen v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld zu tun hat, geriet vor mehr als einem Jahr nach Berichten über einen fragwürdigen Umgang mit seinen Finanzen in die Kritik. Medienrecherchen zufolge soll Bethel-Vorstand Karl Behle vor einiger Zeit die Kontrolle über den Träger übernommen und sich unter anderem Pensionsansprüche in Millionenhöhe verschafft haben.

Baptisten und Diakonie hatten danach unabhängige Kontrollinstanzen und eine transparente Aufsichtsstruktur gefordert. Der Berliner Diakonie-Dachverband hatte schließlich im Januar den Ausschluss des Diakoniewerks Bethel beschlossen. Der Träger legte jedoch Einspruch dagegen ein und blieb deshalb zunächst weiter Mitglied der Diakonie. Eine endgültige Entscheidung über den Ausschluss sollte die Mitgliederversammlung des DWBO treffen.

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