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Bertelsmann-Studie

Sozialausgaben könnten rasant steigen

15.03.2019
Laut einer Studie kommen auf nachfolgende Generationen viel höhere Sozialabgaben zu. Bild: Adobe Stock/ Jürgen Fälchle

Laut einer Studie kommen auf nachfolgende Generationen viel höhere Sozialabgaben zu. Bild: Adobe Stock/ Jürgen Fälchle

Die Kosten für den Sozialstaat könnten sich einer Studie zufolge innerhalb von etwa 30 Jahren verdoppeln.

Die Ausgaben drohten von 890 Milliarden Euro im Jahr 2017 auf 1,6 Billionen Euro im Jahr 2045 zu steigen, warnen die Autoren der Studie, die die Bertelsmann Stiftung am Donnerstag (14.3) in Gütersloh veröffentlichte. Die steigenden Ausgaben könnten jedoch weder allein durch mehr Kinder, noch durch mehr Zuwanderung gebremst werden, heißt es in der Studie, die von Wissenschaftlern der Ruhr-Universität Bochum im Auftrag der Stiftung erstellt wurde.

Ein im Jahr 2010 geborener Durchschnittsverdiener könnte laut den Prognosen im Vergleich zu einem im Jahr 1970 Geborenen bei gleichem Brutto-Lebenseinkommen im Laufe seines Erwerbslebens insgesamt etwa 171 000 Euro mehr Sozialbeiträge zahlen, heißt es in der Studie. Mehr Geburten allein brächten keine Entlastung, weil dadurch zunächst die Ausgaben für Bildung und Familie steigen würden, erläuterten die Autoren der Studie. Die Belastungen durch Ausgaben für ältere Menschen würden erst längerfristig gedämpft.

Durch steigende Zuwanderzahlen lasse sich zwar der Alterungsprozess der Gesellschaft zunächst verlangsamen, hieß es. Langfristig alterten jedoch auch die Zuwanderer, oder sie wanderten wieder ab. Aktuell kämen auf 100 Menschen zwischen 15 und 64 Jahren etwa 33 Menschen über 65 Jahren. Im Jahr 2035 könnten es den Prognosen der Studie zufolge etwa 50 Ältere sein.

Für die Studie entwickelten die Wissenschaftler der Ruhr-Universität Langfristsimulationen zur Bevölkerungsentwicklung und zu ihren Folgen. Grundlage waren mehrere mögliche Demografie-Szenarien. Die Effekte der Szenarien wurden für die Bereiche Altersicherung, Gesundheit, Pflege, Arbeitsmarkt, Grundsicherung sowie Bildung und Familie berechnet.

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