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Studie des DIW

Rentner können gewohnten Lebensstandard nicht halten

13.09.2018
Zu wenig Rente könnte auch dazu führen, dass der Sozialhilfeträger häufiger für das Leben im Heim aufkommen muss. Foto: Adobe Stock/ Ramona Heim

Zu wenig Rente könnte auch dazu führen, dass der Sozialhilfeträger häufiger für das Leben im Heim aufkommen muss. Foto: Adobe Stock/ Ramona Heim

Rund die Hälfte der heute 55- bis 64-jährigen Erwerbstätigen wird laut einer Studie als Rentner ihren aktuellen Lebensstandard nicht halten können.

Auch wenn sie zusätzliche private Versicherungen abgeschlossen haben, bleibt eine Versorgungslücke, wie eine am Mittwoch (12.September 2018) in Berlin vorgestellte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt. Die Forscher gingen bei ihren Berechnungen davon aus, dass die älteren Arbeitnehmer bis zum durchschnittlichen Rentenzugangsalter von 64 Jahren weiterarbeiten - und ihre letzte berufliche Position beibehalten. Selbst bei einem Einsatz des Privatvermögens trete noch bei jedem Dritten eine Versorgungslücke auf.

Die Berliner Wissenschaftler fordern deshalb weitere Rentenreformen: "Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass das System der Alterssicherung weiter reformiert werden müsste, damit mehr Menschen ihren Lebensstandard auch im Alter halten können." An erster Stelle fordern sie Änderungen an der gesetzlichen Rentenversicherung. Konkret denken die Studienautoren an eine Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze für die oberen Einkommensgruppen. Nach aktueller Rechtslage müssen Gutverdiener nur bis zu einer Grenze von knapp 7000 Euro im Monat Beiträge an die Rentenversicherung zahlen. Außerdem empfehlen die Autoren, Geringverdienern höhere Altersbezüge zu geben.

Wie aus der Studie weiter hervorgeht, gelingt es auch mit dem Abschluss von privaten Versicherungen wie etwa der Riester- oder der Rürup-Rente in der Regel nicht, den gewohnten Lebensstandard zu halten. "Die quantitative Relevanz dieser Versicherungen ist nicht nennenswert", schreiben die Autoren.

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