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Betrug und Misshandlung

Ex-Pflegeheimbetreiberin muss ins Gefängnis

30.08.2019
Ein Amtsgericht musste sich mit einem schweren Fall von Betrug und Misshandlung Schutzbefohlener auseinandersetzen. Foto. Araham/AdobeStock

Ein Amtsgericht musste sich mit einem schweren Fall von Betrug und Misshandlung Schutzbefohlener auseinandersetzen. Foto. Araham/AdobeStock

Eine ehemalige Pflegeheim-Betreiberin aus Krakow am See (Landkreis Rostock) muss voraussichtlich für zwei Jahre und vier Monate ins Gefängnis. Der Richter am Güstrower Amtsgericht sprach die 33-Jährige der neunfachen Freiheitsberaubung, Misshandlung von Schutzbefohlenen und Betruges schuldig, teilte das Gericht am 28. August mit.

Die Verurteilte hatte in Krakow zwei Pflegeeinrichtungen betrieben, die 2016 von den Behörden geschlossen wurden. Zeugen zufolge hatten dort unhaltbare Zustände geherrscht. Unter anderem sagte eine Mitarbeiterin der Heimaufsicht aus, sie habe eine abgemagerte Bewohnerin gefunden, die hilflos in einem vergitterten Bett gelegen habe und schwer dehydriert gewesen sei.

Die Tochter der Frau trat im Prozess als Nebenklägerin auf. An sie muss die verurteilte Betreiberin 5000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Der Anklage zufolge soll sie sich gegenüber Angehörigen von Pflegebedürftigen unter anderem als Pflegefachkraft mit Qualifizierungen für Palliativpflege und Beatmung präsentiert haben.

Nichts davon stimmte laut Staatsanwaltschaft, die Frau hatte demnach früher als Versicherungsmaklerin gearbeitet. Nach Angaben des Gerichts darf die Frau nun für fünf Jahr nicht im Pflegebereich arbeiten. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.

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