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Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen

TK stellt Pflegepräventionsprojekt "Procare" vor

14.08.2019
Das projekt Procare hat das physische und psychische Wohlbefinden der Mitarbeitenden und der Bewohner im Blick. Foto: Photographee/AdobeStock

Das projekt Procare hat das physische und psychische Wohlbefinden der Mitarbeitenden und der Bewohner im Blick. Foto: Photographee/AdobeStock

In Karlsruhe ist das bundesweite Pflegepräventionsprojekt "Procare" im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) vorgestellt worden. Es nehme sowohl die Mitarbeitenden als auch die Pflegebedürftigen in Pflegeheimen in den Blick, sagten Vertreter der Kasse und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) am Dienstag in Karlsruhe.

Sportwissenschaftler des KIT betreuen das von der Universität Hamburg entwickelte Projekt in der Region und evaluieren es. Mit dem Projekt Procare werde erstmals das "gesamte Setting Pflegeheim" in den Fokus genommen, sagte Andreas Vogt, Leiter der TK Baden-Württemberg. Hier sei Prävention eine doppelte Herausforderung. So seien einerseits viele Bewohner von mehreren körperlichen Einschränkungen betroffen, andererseits erlebten die Mitarbeitenden einen überaus belastenden Berufsalltag.

Procare wird bundesweit in acht Ballungsräumen erprobt und wissenschaftlich untersucht: neben Karlsruhe und Stuttgart auch in Hamburg, Bremen, Paderborn, Erlangen-Nürnberg, Chemnitz und Frankfurt.

Im Bereich der Kranken- und Altenpflege seien bundesweit Pflegekräfte durchschnittlich 23 Tage pro Jahr krankgeschrieben. Damit fehle jeden zehnten Tag eine Pflegekraft. Es sei alarmierend, dass Pflege deutlich stärker als andere Berufe auf die Gesundheit gehe, sagte Vogt.

"Wir tun etwas für das physische und psychische Wohlbefinden der Mitarbeitenden und der Bewohner", ergänzte Projektleiterin Claudia Hildebrand vom Institut für Sport und Sportwissenschaften des KIT. So gebe es etwa Rückenkurse oder Entspannungstechniken für die Mitarbeiter sowie Aktivitäten zur Verbesserung des psychosozialen Wohlbefindens für die Bewohner.

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