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Pflege in Baden-Württemberg

TK Baden-Württemberg will Qualität in der Altenpflege erhöhen

23.10.2018
Die Techniker Krankenkasse (TK) sieht im Bereich der Digitalisierung der Altenpflege in Baden-Württemberg noch großen Nachholbedarf. Foto: Rostislav Sedlacek

Die Techniker Krankenkasse (TK) sieht im Bereich der Digitalisierung der Altenpflege in Baden-Württemberg noch großen Nachholbedarf. Foto: Rostislav Sedlacek

Mit einem Impulspapier Update Altenpflege entwirft dieTK-Landesvertretung Baden-Württemberg Perspektiven für eine erhöhte Attraktivität des Pflegeberufs und mehr Qualität in der Altenpflege in Baden-Württemberg.

Die Techniker Krankenkasse (TK) sieht im Bereich der Digitalisierung der Altenpflege in Baden-Württemberg noch großen Nachholbedarf. "Die Digitalisierung bietet großes Potenzial, um die Pflegeberufe attraktiver zu machen und den Alltag für die Pflegepersonen und die pflegenden Angehörigen zu erleichtern", sagt Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg. Die TK fordert von Politik, Heimbetreibern und Kostenträgern gemeinsame Anstrengungen, um dieses Potenzial so schnell wie möglich zu nutzen.

Weitere Punkte im Impulspapier sind:

  1. Landesweiter Masterplan für Pflegeberufe mit den zentralen Themen Vergütung, Arbeitsorganisation, Gesundheitsprävention
  2. Schaffung einer zentralen Online-Informationsplattform Pflege, auf der Beratungsangebote und Pflegeberichte abrufbar sind
  3. Förderung der Digitalisierung in der Pflege
  4. Vermittlung telemedizinischer Kernkompetenzen in der Aus- und Weiterbildung der Pflegeberufe
  5. Einheitliche Überwachung von Qualitätsstandards in ambulanter und stationärer Pflege durch Heimaufsicht
  6. Landesweiter Award "Lebenswerter Arbeitsplatz Pflege"
  7. Landesweite Etablierung von Maßnahmen zur Reduzierung von freiheitseinschränkenden Maßnahmen in Pflegeheimen

So heißt es zu Punkt 5 (Qualitätsstandards): Die Zuständigkeit der Heimaufsicht wird anlassbezogen auch auf ambulante Pflegedienste ausgeweitet. Dies ist ein konsequenter Schritt hin zur Gleichbehandlung von stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen. Mit einer anlassbezogenen Heimaufsichtskontrolle wie in den Bundesländern Hessen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland kann zielgenauer auf vorliegende Beschwerden reagiert und die Einhaltung der Qualitätsstandards besser überwacht werden.

Um die Transparenz der Prüf- und Qualitätsberichte zu verbessern, schlägt die TK vor, dass die Landesregierung Baden-Württemberg einen Online-Zugang zu den Pflegeberichten ermöglicht und auf diese Weise auch das Transparenzgebot des Wohn- und Teilhabegesetzes den modernen Kommunikationsformen anpasst. Auf der "Informationsplattform Pflege" könnten die Prüfberichte der Heimaufsichten und eine eventuelle Gegendarstellung der Einrichtungsträger verbraucherfreundlich eingesehen werden. In einer späteren Ausbaustufe können auch die Bewertungen der Bewohner bzw. der Angehörigen berücksichtigt werden.

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