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Diakonie Deutschland und EKD fördern Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Neues Gütesiegel Familienorientierung

20.09.2019
Kirche und Diakonie wollen sich auch als Arbeitgeber für Menschen mit familiären Aufgaben einsetzen. Foto: Adobe Stock/JenkoAtaman

Kirche und Diakonie wollen sich auch als Arbeitgeber für Menschen mit familiären Aufgaben einsetzen. Foto: Adobe Stock/JenkoAtaman

Die Diakonie Deutschland und die Evangelische Kirche in  Deutschland (EKD) haben in einer gemeinsamen Initiative das  "Evangelische Gütesiegel Familienorientierung" entwickelt.

Das Gütesiegel soll Träger, Einrichtungen und Dienste ermutigen und unterstützen, ihre Personalpolitik familienorientiert weiterzuentwickeln und nach innen wie außen sichtbar zu machen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Dafür, dass dies gelingt, spreche die erfolgreich abgeschlossene Pilotphase: In einem Festakt in Berlin unter Teilnahme von  Bundesfamilienministerin Franziska Giffey wurden am 19. September 2019 die ersten zwölf Einrichtungen mit dem Gütesiegel zertifiziert. "Durch ihre Bereitschaft mitzumachen und Neues zu erproben, haben sie das Gütesiegel aktiv mitgestaltet und viel dazu beigetragen, dass für andere kirchliche und diakonische Einrichtungen jetzt ein praxistauglicher Baustein für ein modernes Personalmanagement zur Verfügung steht", sagte der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, in seiner Begrüßungsrede. Noch immer sei es eine Zukunftsfrage, wie es besser gelingen kann, dass Frauen und Männer sowohl eine ambitionierte Berufstätigkeit ausüben können als auch über genügend Zeit und Flexibilität verfügen, um gleichzeitig für Kinder und Angehörige sorgen zu können. "Die Erwerbsarbeitswelt steht vor der Aufgabe, sich auf grundlegend veränderte Bedingungen einzustellen. Betriebe und Einrichtungen müssen den Blick dafür weiten, dass Menschen heute im Normalfall sowohl Erwerbs- als auch Sorgearbeit leisten und die nachteilsfreie Verbindung ermöglichen."

Das Evangelische Gütesiegel Familienorientierung versteht sich nicht nur als Auszeichnung für familienorientierte Angebote in den Einrichtungen. Vielmehr soll es ein strategisches
Managementinstrument sein, bei dem der Prozess im Vordergrund steht und das sich flexibel auf die unterschiedlichen Rahmenbedingungen kirchlicher und diakonischer Träger, Einrichtungen und Dienste anwenden lässt. Das Zertifizierungsverfahren wurde so konzipiert, dass es sich insbesondere für kleine und mittlere Anstellungsträger eignet, da diese in der Regel über weniger Ressourcen und KnowHow verfügen, um ihre Personalpolitik strategisch weiterzuentwickeln.
Nach der Pilotphase wird das Evangelische Gütesiegel Familienorientierung in der nun folgenden Implementierungsphase deutlich ausgebaut und langfristig etabliert. Dies wird von 17 Landeskirchen und Diakonischen Werken unterstützt.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.fa-kd.de/familienorientierung/

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