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Technik für demenziell erkrankte Bewohner

Heim setzt Beamer und Tablets in der Betreuung ein

26.03.2019
Erinnerungen werden geweckt und Gemeinschaftsgefühl gefördert, wenn die Bewohner im Haus Waldfrieden gemeinsam um den Tisch sitzen und digitales Laub wischen oder Sterne zu Sprüchen explodieren lassen. Foto: Harald Westbeld/Caritas Münster

Erinnerungen werden geweckt und Gemeinschaftsgefühl gefördert, wenn die Bewohner im Haus Waldfrieden gemeinsam um den Tisch sitzen und digitales Laub wischen oder Sterne zu Sprüchen explodieren lassen. Foto: Harald Westbeld/Caritas Münster

Vor  eineinhalb Jahren hat die digitale Welt im Haus Waldfrieden der Caritas Ibbenbüren Einzug gehalten. Die Einrichtung ist auf demenziell erkrankte Menschen spezialisiert. Eine spezieller Beamer,der Bewegungen erkennen kann, projiziert zum Beispiel Herbstlaub auf den Tisch.

So sollen bei den Bewohnern ganz spielerisch Erinnerungen und Gefühle geweckt werden. Der spezielle Beamer hat allerdings auch einiges gekostet und konnte nur durch die Banken mitfinanziert werden. Auch gemietete Tablets werden eingesetzt und stehen bei den Bewohnern hoch im Kurs. "Sie probieren einfach mal aus", sagt Betreuungsassistentin Christina Klostermann. Auf den Geräten können einfachen Quizfragen, Filme oder Lieder sowie Karaoke abgespielt werden. Das hat besonders für die jüngeren Mitarbeiter den Vorteil, dass sie den Text der althergebrachten Lieder mitlesen können, während den Bewohnern die Melodie genügt, um sich auch an die Strophen zu erinnern.

Vor allem für die Zukunft könnte die elektronische Unterhaltung noch wichtiger werden, so Jörg Lammerskitten, der den sozialen Dienst leitet. Er fürchtet, dass bei zunehmendem Kostendruck als erstes am Sozialdienst gespart wird und die soziale Betreuung runtergefahren werden muss. Dabei sei es schon wichtig, dass der Einsatz der digitalen Medien begleitet werde.

Christina Klostermann betont auch, dass digitale Medien nicht zu viel eingesetzt werden sollten. Diese würden in Phasen, in denen es den demenziell erkrankten Bewohnern schlecht geht, nicht helfen. Dann seien geduldiges Zuhören, Zusprache und in den Arm nehmen gefragt. Allenfalls gelinge es manchmal auch, durch Ablenkung Angstzustände aufzufangen.

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