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Vom Pflegeheim zum Komplexanbieter

Flexibel auf neue Bedürfnisse reagieren

25.02.2019
Stationäre Betreiber bieten zunehmend auch Tagespflege, betreutes Wohnen oder häusliche Pflege an. Foto: Peter Atkins/Adobe Stock

Stationäre Betreiber bieten zunehmend auch Tagespflege, betreutes Wohnen oder häusliche Pflege an. Foto: Peter Atkins/Adobe Stock

Was muss bedacht werden, um ordnungs-, leistungs- und baurechtliche Hürden zwischen ambulanten und stationären Wohnformen und Konzepten zu überwinden? Architektin Gudrun Kaiser gibt Ihnen Hinweise, worauf es bei künftigen Bauvorhaben ankommt - im Gespräch mit Altenheim, aber auch bei der Konferenz  "Vom Pflegeheim zum Komplexanbieter" .

In Komplexeinrichtungen werden Kombinationen stationärer und ambulanter Wohn- und Pflegekonzepte angeboten. Verschiedene Betreuungsformen befinden sich dabei meist benachbart an einem Standort oder innerhalb eines Gebäudekomplexes, können aber auch dezentral verortet werden. Für die verschiedenen Projektbausteine gelten je nach ordnungsrechtlichem Status unterschiedliche Planungsanforderungen aus dem Bau- und dem Heimrecht.

Immer wieder fällt der Begriff "Hybride Bauformen". Nach Kaisers Verständnis bezeichnet die Eigenschaft "hybrid" beim Bauen für ältere Menschen, die Möglichkeit, ambulante oder stationäre Betreuungsmodelle in derselben Bautypologie umzusetzen. Also nicht nur ein "Nebeneinander" beider Segmente, wie in den meisten Komplexeinrichtungen, sondern eine flexible Nutzungsmöglichkeit desselben Gebäudes. Grundrisse von Wohngruppen können beispielsweise so geplant werden, dass sie professionell verantwortet entweder als ambulant betreute Wohngemeinschaft oder als stationäre Hausgemeinschaft für ältere Menschen im Rahmen des Heimgesetzes betrieben werden können. Alternativ ist ohne bauliche Veränderungen auch die Nutzung als selbstverantwortete Wohngemeinschaft oder sogar ganz losgelöst aus dem Kontext der Altenhilfe, beispielsweise als Studenten-WG, also für zivilrechtliche Wohnformen möglich.

Je komplexer und umfangreicher das Bauvorhaben, umso eher sind bereits vor Planungsbeginn Machbarkeitsstudien, Marktrecherchen oder Standortanalysen durch entsprechende Sachverständige empfehlenswert. Anschließend ist die sorgfältige Auswahl eines fachkompetenten Finanzierungspartners erforderlich.

Nach Vergabe des Planungsauftrags ist der Austausch zwischen Planungsbüro und Bauherrn für den Kontakt zu weiteren Projektpartnern entscheidend. Während die Bauherrenschaft frühzeitig ihre Vorstellungen mit Sozialamt beziehungsweise Heimaufsicht im regionalen und heimrechtlichen Kontext abklären und kommunizieren sollte, koordinieren Architekten alle an Planung und Bau beteiligten Fachingenieurleistungen wie Bodengutachten, Statik, technische Gebäudeausstattung, Brandschutz etc. sowie den Kontakt zu den beteiligten Behörden. Ergänzend zu den Architektenleistungen werden bei komplexen Vorhaben zunehmend Fachplaner für Innenraumgestaltung, Lichtplanung oder Barrierefreiheit eingebunden.

Hinweis: Der Text ist ein Auszug aus dem Interview mit Gudrun Kaiser, das in Altenheim 1/2019 erschien.

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Melden Sie sich jetzt an für die Altenheim Konferenz "Vom Pflegeheim zu Komplexanbieter".  Alles Infos dazu finden Sie hier.

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