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Neue Qualitätsindikatoren starten 2019

Der Pflege-TÜV steht vor einer grundlegenden Zäsur

11.09.2018
Michael Wipp: "Pflegenoten gibt es nicht mehr."

Michael Wipp: "Pflegenoten gibt es nicht mehr."

Neue Qualitätsindikatoren, Verzicht auf Noten, geänderte Stichprobe: Der so genannte "Pflege-TÜV" wird im nächsten Jahr auf eine komplett neue Grundlage gestellt. "Es ändert sich fast alles", sagt Qualitäts-Experte Michael Wipp

Herr Wipp, das neue Qualitätsmessungsverfahren rückt immer näher. Wie sehen die nächsten Schritte aus – und wann wird das neue System scharfgeschaltet?
Es ist davon auszugehen, dass das neue System im dritten oder vierten Quartal 2019 umgesetzt wird, wobei auf Grund der Komplexität des Systems gegenwärtig auch eine schrittweise Einführung diskutiert wird. Aktuell müssen zunächst von den Vertragsparteien des SGB XI noch verschiedene Richtlinien und Vereinbarungen – etwa die Maßstäbe und Grundsätze nach § 113 SGB XI und die Qualitätsdarstellungsvereinbarungen § 115 1 a SGB XI – fertiggestellt werden.

Auf was müssen sich die Heime einstellen – was ändert sich?
Es ändert sich eigentlich fast alles. Deutlich umfassender werden die sogenannten "Qualitätsrelevanten Informationen" über die Einrichtung, die wie bisher schon für die Öffentlichkeit darzustellen sind und nicht in die Bewertungen einfließen.Zudem müssen die Einrichtungen nun zweimal im Jahr Versorgungsergebnisse melden, aus denen dann die Indikatoren für die Prüfung und gleichzeitig der Vergleich mit anderen Einrichtungen ermittelt wird. Dabei handelt es sich um voraussichtlich zehn Qualitätsindikatoren wie Stürze von Bewohnern, Dekubitusentstehung oder die Awendung von Gurten und Bettseitenteilen.In der externen Qualitätsprüfung prüft der MDK sechs Qualitätsbereiche.
Pflegenoten gibt es nicht mehr. Bei den Ergebnisindikatoren gibt es eine Abstufung von weit über bis weit unter den Durchschnitt; die zu veröffentlichenden Ergebnisse des Teils der externen Prüfung erfolgt voraussichtlich in Form von Smileys oder ähnlichen Darstellungen.
In der Diskussion ist gegenwärtig auch, die Qualitätsprüfungen bei guten Ergebnissen nur alle zwei Jahre durchzuführen; ebenso wird überlegt die Prüfung am Tag zuvor anzukündigen.

Der bisherige "Pflege-TÜV" wurde oft kritisiert. Die Pflegenoten besäßen nur eine begrenzte Aussagekraft, weil nahezu alle Einrichtungen sehr gute Ergebnisse erzielten. Wird sich das durch das neue System ändern?
Das neue Bewertungssystem steht auf zwei Säulen: zum einen fließen die Versorgungsergebnisse aller Bewohner, die zweimal im Jahr an die Datenauswertungsstelle gemeldet werden müssen, in die Bewertung ein. Und zum anderen sind nach wie vor die Ergebnisse einer Stichprobe, bei der neun Bewohner in die externe Qualitätsprüfung durch den MDK einbezogen werden, relevant. Dabei wird auch die Auswahl der in die Stichprobe einzubeziehenden Bewohner komplett geändert.
Durch die beschriebene Mischung aus Versorgungsergebnissen und Stichprobe wird die Qualitätsbewertung auf eine wesentlich breitere Grundlage gestellt. Die an den Ausarbeitungen beteiligten Experten sind sich allesamt einig, dass es zu einer nicht unerheblichen Ausdifferenzierung der Einrichtungen untereinander kommen wird.

Details zum neuen Prüfverfahren und konkrete  Umsetzungstipps in der stationären Pflege erhalten Sie von Michael Wipp auf der Konferenz-Reihe "Altenheim Managertage" in Würzburg, Hamburg, Dortmund und Berlin. Infos und Anmeldung unter: ah-managertag.de
Michael Wipp ist Geschäfts­führer Qualitätsmanagement bei der Emvia Living Gruppe und Inhaber des Beratungs­unternehmens WippCare. Infos: michael-wipp.de

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