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Pflegekammer Rheinland-Pfalz

Berufsordnung veröffentlicht

14.01.2020
Die Berufsordnung, die die Pflegekammer Rheinland-Pfalz veröffentlicht hat, stößt auf Kritik. Foto: Adobe Stock/ Dron

Die Berufsordnung, die die Pflegekammer Rheinland-Pfalz veröffentlicht hat, stößt auf Kritik. Foto: Adobe Stock/ Dron

Die Pflegekammer Rheinland-Pfalz hat die Berufsordnung für Pflegefachpersonen veröffentlicht , die seit dem 1. Januar 2020 gilt.

Die rechtlich bindenden Richtlinien für die Pflegeprofession würden allen Berufsangehörigen Orientierung bei der Arbeit geben, um selbstständiger und eigenverantwortlicher zu entscheiden, heißt es auf der Internetseite der Kammer. Die Berufsordnung sei gemeinsam mit den Mitgliedern entwickelt worden. Somit hätten erstmals Pflegefachpersonen ihr Berufsbild verbindlich selbst definiert und stünden mit den anderen Heilberufen gleich, heißt es weiter.

Die Berufsordnung behandelt laut Kammer pflegerische Alltagsthemen wie Dokumentation, Honorierung der Arbeitsleistung oder soziale Medien. Insbesondere enthalte sie jedoch verbindliche Regelungen unter anderem zu:

  •     allgemeinen Berufspflichten,
  •     Qualitätssicherung,
  •     Anforderungen an die Berufsausübung,
  •     Formen der Berufsausübung und
  •     einzuhaltenden Gesetzen.

Die Gewerkschaft Verdi hat die Berufsordnung unterdessen scharf kritisiert. In einer offiziellen Stellungnahme heiß es: "Verdi lehnt die Berufsordnung der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz ab und verlangt eine Neufassung unter Einbeziehung möglichst vieler Pflegekräfte im Land." Eine neunseitige Begründung folgt.

Die Kern-Kritik fasst Verdi folgendermaßen zusammen:

  • Die Berufsordnung stellt einen Rückschritt im Prozess der Professionalisierung dar, weil hier ein rückwärtsgewandtes Verständnis pflegerischer Arbeit vermittelt wird.
  • Wenn die Berufsordnung einen Schutz vor unsachgemäßer Pflege bewirken soll, dann müssen zuerst die Rahmenbedingungen entsprechend sein. Das bedeutet in erster  Line mehr Personal und Zeit.
  • Anstatt die Arbeitgeber in die Pflicht zu nehmen, verpflichtet die Ordnung die Pflegekräfte. An den Rahmenbedingungen wird nichts geändert. Damit wird der Druck auf die Beschäftigten weiter erhöht anstatt die Verantwortung dorthin zu geben, wohin sie gehört: Zu den Arbeitgebern und der Politik. Zum Teil werden gar Aufgaben der Arbeitgeber auf abhängig Beschäftigte übertragen. Eine stärkere Differenzierung von Vorschriften für selbstständig Tätige und abhängig Beschäftigte wäre nötig.
  • Die vorliegende Berufsordnung stellt einen starken Eingriff und Bevormundung in das individuelle Verhalten von Pflegekräften dar und birgt die Gefahr der unkontrollierten Disziplinierung.

Mehr dazu demnächst in CAREkonkret .

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